Sonntag, 18. Januar 2009

Titanic ohne Untergang

Podolski und kein Ende. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung erklärt Konrad Beikircher, Forscher der rheinischen Lebensart, erklärt, warum das Experiment Podolski/München scheitern musste. Das Resultat von Beikirchers Analyse?
„Köln und Podolski ist wie Titanic ohne Untergang.“

Samstag, 17. Januar 2009

Montag

Ein Kaká = 125 Millionen Euro, so lautet die Gleichung, die auf ein kühn kalkulierender Blogger über eines der Lieblingsspielzeuge von Silvio Berlusconi aufsstellte. Allerorten lässt sich sicher in diesen schwierigen Zeiten der Finanzkrise das Wörtchen Wahnsinn gebrauchen. Ob Kaká allerdings tatsächlich zu Manchester City wechseln wird, soll sich angeblich am Montag entscheiden.

Das englische Revolverblatt Sun spürte unterdessen die beiden Klubs von Insel auf, zu denen dieser Kaká offenbar eine größere Affinität als zu den Citizens verspürt. Man darf gespannt sein, inwieweit dieser Kaká in der Lage sein wird, bei einer kolportierten Jahresgage von über 16 Millionen Euro diese zu unterdrücken.

Donnerstag, 15. Januar 2009

Ausgemüllert

Jetzt ist es amtlich. Vedad Ibisevic hat sich im Trainingslager der 1899er aus Hoffeinheim im Test gegen den HSV einen Kreuzbandriss zugezogen. Bitter für den Herbstmeister aus dem Kraichgau und zugleich der Anfang vom Ende bei Hoffenheims bisher so erfolgreichen Tour de Bundesliga Rangnick-Riege?

Schließlich gab der Bosnier mit 18 Toren in 17 Partien Hoffenheims Ein-Mann-Torfabrik und brachte damit sogar Gerd Müllers 1972er Uralt-Rekord gehörig ins Wanken. Für Ibisevic hat es sich nun jedoch erst einmal ausgemüllert, das damit wohl auch amtlich sein sollte.

Mittwoch, 14. Januar 2009

Wimpel-Wednesday # 17: Standard Lüttich

Wimpel-Wednesday, 17. Ausgabe. Als Standard Lüttich im Sommer 2008 nach über 25 Jahren mit Torwartikone Michel Preud'homme erstmals wieder eine belgische Meisterschaft feiern konnte, schien dies nicht unbedingt jeden Fußballfan in der weiten Welt des Fußballs zu fesseln. Schließlich schlummerte der Klub mit dem großen Namen seither etwas vor sich dahin. Ob es daran lag, dass Standard nach der letzten Meisterschaft 1983 sein Idol und Kapitän Eric Gerets zum AC Mailand verkaufte? Vorerst nicht vertieft werden, soll hier indes eine etwas unschöne Episode über Gerets und Standard die Vorbereitung der entscheidenden finalen Partie der Saison 1981/82 betreffend, als der Gegner seinerzeit THOR Waterschei hieß.

Lüttichs derzeitiger Meistermacher Preud'homme ist nach einem deftigen Zwist über die Verlängerung seines Mitte 2008 auslaufenden Vertrages zwar längst nach Gent abgewandert. Hinterlassen hat Preud'homme jedoch ein goldenes Erbe, indem er auf das Talent von zahlreichen Eigengewächsen vertraut hat.

Mittelfeldkicker Steven Defour trägt beispielsweise schon mit gerade einmal 20 Jahren die Kapitänsbinde und gilt als einer der größten belgischen Hoffnungsträgern. Über Defours ebenso hochbegabten Mittelfeldkollegen Alex Witsel liest man gar, dass sich ein gewisser Sir Alex Ferguson einen Transfer auf Wiedervorlage gelegt haben soll. Nicht zu vergessen ist hier Standards serbischer Goalgetter Milan Jovanović, der übrigens als Mittelstürmer Lüttichs auf den Spuren illlustrer Vorgänger wie Horst Hrubesch und Erwin Kostedde wandelt und den angeblich schon Real Madrid im Visier gehabt haben soll.

In der weiten Welt des Fußballs wird also wieder ein Blick auf den wiedererstarkten Traditionsklub aus Wallonien gewagt. Dass ist sozusagen neuer Standard, was sicher auch Wimpeleinsender Jens Harwath ein bißchen erfreuen wird. In der Wimpelecke von THOR WATERSCHEI ist sein Lieblingsklub jedenfalls nun vertreten.

Wer Interesse daran hat, die Wimpelromantik bei THOR WATERSCHEI aktiv mitzugestalten und z. B. möchte, dass ein Foto eines Wimpels seines Lieblingsklubs veröffentlicht wird, der möge mit dem Betreff WIMPELECKE eine Mail nebst entsprechender Anlage an thor-waterschei@web.de schreiben.

Dienstag, 13. Januar 2009

Being Ansgar Brinkmann?

Wie es einem hochverehrten Ehrenspielführer wie Lothar Matthäus gebührt, hat THOR WATERSCHEI „LM“ in seinem Klubhaus eine gemütliche Loge eingerichtet und lässt den einstigen Weltmeister und Weltfußballer dort seine Bonmots zum Besten geben...

Shocking. Da wurde Cristiano Ronaldo just zum neuen Weltfußballer gekürt und nach deutschen Kickern sucht man in der Rangliste beinah wie nach der berühmten Nadel im Heuhaufen. Michael Ballack als bester Deutscher rangiert auf einem ernüchternden 14. Platz.

Lothar Matthäus durfte bei der Ehrung in Zürich freilich nicht fehlen und hat wortgewaltig wie eh und je die Antwort dafür parat:

„Wir brauchen uns nicht wundern, dass wir solche Superstars nicht mehr haben. Das scheint doch gar nicht gewünscht, weil jeder in ein System gezwängt wird.“
Die Nationalmannschaft sei zuletzt zwar recht erfolgreich gewesen, doch die richtig spektakulären Individualisten fehlten laut „LM“ in Deutschland. Deshalb forderte er „mehr Freiheiten“ für kreative Spieler:
„Wir haben früher vielleicht auch mal ins Fettnäpfchen getreten. Aber wir haben Verantwortung übernommen und das Vertrauen auf dem Platz zurückgezahlt.“
Hat „LM“ etwa Recht? Oder müssen beispielsweise Philipp Lahm oder Simon Rolfes Lothars Lamento etwa so verstehen, endlich ihre ansgarbrinkmann'eske Seite auszuleben?

Sonntag, 11. Januar 2009

Wie Manchester City

In einem netten 11 FREUNDE-Interview plaudern Gustaf Norén, Sänger der schwedischen Rockcombo Mando Diao, und Bandkollege Samuel Giers darüber, dass sie Fußballfans seien und einem schwedischen Klub namens Brake Borlange die Daumen halten.

Auf die Frage „Wenn Mando Diao ein Fußballklub wäre, welcher wärt ihr?“ scheute sich Norén nicht vor einem bemerkenswerten Vergleich:

„[...] Ich glaube, es in diesem Moment Manchester City. Sie spielen nicht überragend. Aber du merkst, dass in der Mannschaft etwas passiert. [...] Sie haben zwar meistens verloren, aber teilweise einen so guten Fußball gespielt, das war schier unglaublich. Ich denke, Mando Diao hat ein ähnliches Potenzial wie diese Mannschaft.“

Dieser Vergleich ließ sodann selbstredend bei den eifrigen Nutzern der Kommentarfunktion Epigonen wie Pilze aus dem Boden schießen. Selbstredend mal mehr, mal weniger hanebüchen. Doch nicht versteckt bleiben soll an dieser Stelle für leidensfähige Freunde von Borussia Mönchengladbach der Beitrag von Kommentator h_g_bruns:
gladbach könnte uriah heep sein. großes erbe sparsam verwalten.

Charme der Alten Dame

Bei Werder Bremen sollte man in diesen Monaten auf so ziemlich alles gefasst sein. Kaleidoskop der Achterbahn-Hinrunde der Hanseaten ist hierbei Werder-Spielmacher Diego mit seinen kleinen und großen Spirenzien. War etwa das ganze Gezeter um Diegos Würgereien und sein öffentliches Amusement mit einer blonden Sängerin aus dem Bremer Umland nicht schon genug, bandelt Diego, der neue T(h)or der Woche, zu Zeiten des ruhenden Balles zusätzlich mit einer Alten Dame an.

Gewiss nicht einer Alten Dame, sondern der Alten Dame. Juventus Turin. Sein Interesse bekundete der Brasilianer dabei gegenüber dem brasilianischen Webportal globo.net: „Juventus Turin wäre für mich eine große Option.“ Offensichtlich in der Annahme, dass in Turin eine beträchtliche brasilianische Kolonie auf ihn wartet. „Die Tatsache, dass bei Juve schon Brasilianer spielen, ist sehr wichtig für mich. Das würde mir helfen, mich einzugewöhnen.“

Merkwürdig an dieser Angelegenheit ist allerdings, dass bei Juve mit Angreifer Amauri gerade einmal ein Kicker vom Zuckerhut unter Vertrag steht. Der Charme der Alten Dame scheint entweder beträchtliche Wirkung auf Diego auszustrahlen. Oder Werders Zehner ist schlicht und einfach argumentativ nicht annähernd so dribbelstark wie auf dem Rasenrechteck.

Samstag, 10. Januar 2009

Ende des Karnevals

Durchatmen im THOR WATERSCHEI-Klubhaus. Der Karneval um Herrn Podolski hat bald endlich sein verdientes Ende und das Rührstück „Der verlorene Sohn kehrt heim“ in seinem finalen Akt.

Beim Effzeh müsste jetzt eigentlich für bessere Zeiten fast alles angerichtet sein : 1. Liga, schmuckes neues Stadion, Overath Präsident, Christoph Daum Cheftrainer, Icke Häßler Technik-Coach, Poldi Heilsbringer.

Freitag, 9. Januar 2009

Wie Dr. Jekyll und Mister Hyde

THOR WATERSCHEI präsentiert in seiner Eisenfuß-Galerie die „Eisenfüße“ aus der weiten Welt des Fußballs. Heute: Lothar Woelk.

Um Lothar Woelk, den einst vollbärtigen Abräumer des VfL Bochum, war etwas ruhig geworden nach seinem Karriereende Anfang der neunziger Jahre. Lediglich VfL-Edelfan Ben Redelings schien in seinem Scudetto-Blog die Flamme der Erinnerung an Woelk nicht ganz ersticken lassen zu wollen. Nicht verwunderlich, schließlich gebührt Woelk als einem der VfL-Granden der Siebziger und Achtziger um Ata Lameck oder Tiger Gerland der nötige Respekt, dem VfL die fast mystisch schmeckende Suppe der Unabsteigbarkeit gekocht zu haben.

Nach welcher Rezeptur dies erledigt wurde? „Einschüchtern, zu Fehlern zwingen, niederkämpfen. Das war unser Stil.“ So klingt das jedenfalls im Sound von Woelks Worten. Womit wir natürlich gleich bei dem ehedem an den Tag gelegten ehrlichen Stil des hartgesottenen Haudegens wären. Mit netzerischen Worten im Ziegespräch mit Herrn Delling gesagt, kennt man diese Rezeptur auch als so genannte „deutsche (Turnier-)Tugenden“. Oder etwa nicht?

Im Falle von Lothar Woelk hat dieser Stil im Übrigen neben einer gewissen Limitiertheit der eigenen Fähigkeiten im Umgang mit dem runden Leder als Wurzel eine überaus löbliche Einstellung zum Spiel, die sich in einem lesenswerten RevierSport-Interview nachlesen lässt:
„Man hat mir immer nachgesagt, ich wäre wie Dr. Jekyll und Mister Hyde. Also privat ein ganz anderer als auf dem Fußballplatz. Ich wollte halt auf dem Platz immer gewinnen, und diese Mentalität habe ich mir regelrecht antrainiert. Ich empfand es auch als Verpflichtung gegenüber dem Publikum. Die Fans wollen gute Spiele und Siege sehen, aber wenn du alles gibst und in der letzten Minute unglücklich verlierst, dann verzeihen sie dir das auch.“
Und wenn dass alles nicht schon genug Öl für den Rücken der Fußball-Romantiker wäre, garnierte Woelk Vorgenanntes zusätzlich mit einem philosophischen Sahnehäubchen, das die Zunge dann noch mal richtig zum Schnalzen bringt:

„Denn Fußball ist ja keine Verarsche, sondern Wahrheit.“

Man erwischt sich schon fast dabei, wie einem da ein altkluges „früher war ja alles besser“ über die Lippen geht.

Mittwoch, 7. Januar 2009

Wimpel-Wednesday # 16: SK Rapid Wien

Wimpel-Wednesday, 16. Ausgabe. Wenn Rapid Wien am morgigen 8. Januar 110 Jahre alt, kann man eigentlich nur gratulieren. Ebenso wie zu den bisher 32 Meistertiteln und 14 Pokalsiegen in Österreich. Als Rapidler des Jahrhunderts ist einst Hans Krankl in die Geschichte der Hütteldorfer eingegangen. Auf dessen Spuren sollte vor einem gefühlten Vierteljahrhundert übrigens ein gewisser Carsten Jancker wandeln und Rapid in jener sagenhaften Saison 1996/1997 gar ins Finale des begrabenen Europapokals der Pokalsieger schießen

Man nannte ihn damals laut einem in dem Webarchiv der ZEIT ausgegrabenen Artikel Turbo-Turban, weil Jancker sich dieterhoeneßesk auch von blutenden Kopfverletzungen nicht abhalten ließ, das Runde ins Eckige für Rapid zu bugsieren. Da Jancker das mit dem Bugsieren des Runden ins Eckige damals überaus oft tat, veranlasste dies den damaligen Rapid-Coach Ernst Dokupil gar zu der kühnen Prophezeiung: „Wenn der Carsten ein fertiger Stürmer wird, dann kann das einer sein, den man mit normalen Mitteln nicht mehr neutralisieren kann.

Die Bewertung, wie fertig „der Carsten“ mittlerweile ist, spart sich THOR WATERSCHEI nun einfach, gedenkt der Rapid-Viertelstunde und hängst stattdessen einen Rapid-Wimpel in die TW-Wimpelecke. In diesem Sinne: „Hopp auf Hütteldorf!“

Wer Interesse daran hat, die Wimpelromantik bei THOR WATERSCHEI aktiv mitzugestalten und z. B. möchte, dass ein Foto eines Wimpels seines Lieblingsklubs veröffentlicht wird, der möge mit dem Betreff WIMPELECKE eine Mail nebst entsprechender Anlage an thor-waterschei@web.de schreiben.

Bayern-Berater aus Baku

Erfolgsrezept des Herrn Klinsmann wie man in einem heute in der WELT veröffentlichtem Interview mit dem Schwaben so liest. Bertis erste kolportierte Anregung? „Ach Jürgen, schick die Buddhas zurück zu Obi. Du hast dort doch noch Garantie...“

Dienstag, 6. Januar 2009

„Wir reden hier doch nicht über Maradona“

Fred Rutten zieht seinen Schalkern das Winterfell über die Ohren und geht offensichtlich keinem Streit aus dem Weg. THOR WATERSCHEI erinnert sich daher noch gern an die kleine Anekdote, wie schon ehedem die aufmerksamen Fans des SV Meppen den guten Albert noch zu dessen alten Frankfurter Tagen ermunterten, sich im Zaum zu halten ( Albert, du sollst nicht streiten…) .

Sonntag, 4. Januar 2009

Calle Del'Haye Reloaded?

Eines sollte man Uli Hoeneß lassen. Den Dampf hat der Bayern-Manager erst einmal gekonnt aus dem Transferkessel mit dem Etikett Ivica Olic rausgenommen und bei der überraschenden Verkündung des Wechsels des im Sommer ablösefreien Kroaten mal wieder etwas die Muskeln spielen lassen. Was bleibt?

Der HSV hat seinen Plan durchgezogen, für die torgefährliche Arbeitsbiene vom linken Flügel nicht sein Gehaltsgefüge zu sprengen. Und Olic selbst erhält in München nebst finanzieller Annehmlichkeiten wie kolpotiertem üppigen Handgeld und dicker jährlicher Apanage wahrscheinlich die realistische Perspektive auf den Gewinn von Titeln, Schalen und sonstigen Pokalen. Soweit so gut.

Nur, die Gretchenfrage ist allerdings: wie gut ist Olic wirklich? Hat der kroatische Linksaußen auf seiner Leistungsleiter etwa die letzten Sprossen schon lange erklommen? Vielleicht hilft ja der Kommentar des Users HSV-Opa auf WELT Online weiter: „ [...] nüchtern betrachtet erinnere ich mich, dass es kaum einen Spieler beim HSV gibt, auf dessen Stolperer ich mehr geschimpft habe, dessen Laufarbeit ich aber auch mehr bewundert habe. Himmel und Erde, Feuer und Wasser, immer wieder.

Ausgehend von einer schnöden Googlesuche nach Herrn Olic müsste der FC Bayern mit seiner Verpflichtung angesichts 508 angezeigter News-Ergebnisse auf der Startseite einen big deal gelandet haben. Irgendwie lässt sich doch der Eindruck nicht verwehren, was vielen kritische Zeitgenossen im Kaffeesatz schon lange herausgelesen haben. Der eine oder andere mit der Raute im Herzen vielleicht etwas mehr.

Der bajuwarische Großklub hat sich einen neuen Edeljoker zugelegt. Richtig, richtig. Calle Del'Haye nebst Ahnengalerie via Sternkopf, Schlaudraff bis hin zu Prinz Poldi lassen grußen. Der Gedanke wird man nicht vor allem nicht mehr los, seitdem Kalle Rummenigge Olic kürzlich für dessen Nehmerqualitäten huldigte: „Olic ist hungrig, er wird, wenn er draußen sitzt, sicher weniger Theater machen.“

Andererseits sollte man Olic infolge dessen doch nicht auf die leichte Schulter nehmen. Sind die Leiden des jammernden Lukas Podolski am Barometer der alten Weisheit „Hunde, die laut bellen, beißen nicht“ abzulesen, könnte der leise Herr Olic sich bissiger als erwartet herausstellen. Auch wenn der 29-Jährige mit seiner heutigen Kampfansage via BILD an Signore Toni und Herrn Klose etwas aus der Reihe ausgeschert ist: „Ich habe mich bisher überall durchgesetzt und werde auch bei Bayern spielen.

Doch Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel. Das könnte auch für den neuen T(h)or der Woche gelten.

Über den T(h)or der Woche

Freitag, 2. Januar 2009

Droylsden

Heute beginnt in England die 3. Runde des altehrwürdigen FA Cups. Diese wird tradionell am ersten Januar-Wochenende ausgespielt und hat den besonderen Reiz, dass auch die Klubs der ersten beiden englischen Profiligen ins Pokalgeschehen einsteigen. Träume von Pokalüberraschungen schlafen daher auf der Insel zu dieser Zeit wie Pilze aus dem Boden.

Solche Träume ad acta legen kann unterdessen bereits der Sechstligiste Droylsden F. C. aus dem Speckgürtel Manchesters, der in der 2. Runde an dem viertklassigen FC Chesterfield, dessen Dress ein gewisser Thomas Hitzlsperger übrigens schon einmal für ein paar Spiel überstreifte, scheiterte. Nicht ungewöhnlich? Aber hallo! Das Duell sollte für manche Zeitgenossen gar zum „längsten Spiel der Welt“ mutieren...

Degenzücker

Prosit Neujahr. Der Kaiser proklamiert das Fußballjahr 2009, indem er gegen die Emporkömmlinge aus Hoffenheim via BILD den Degen zückt:

„Bei Hoffenheim verfolge ich mit Sorge den beginnenden Größenwahn. Einige Aussagen aus dem Klub stehen im völligen Gegensatz zur Person Dietmar Hopp, der in seiner Bescheidenheit vorbildlich ist.“
Wir erinnern uns, der Frechdachs und 1899-Manager Schindelmeister hatte den Bayern jüngst generös wie augenzwinkernd die Hoffenheimer Herbstmeisterschaft gewidmet. Die Jagd auf die Hoffenheimer Füchse hat jetzt vermutlich definitiv begonnen.