Stadionstadl gefällig? Es geht um die Zahlung eines Pauschalbetrags für das Catering in der Münchner Arena. Gemäß der vertraglichen Übereinkunft müssen sowohl der FC Bayern als auch der TSV 1860 jährlich einen Fixbetrag von zwei Millionen Euro für die Verpflegung der Geschäftskunden auf den Business Seats zahlen müssen – unabhängig von Zuschauerzahlen oder Ligazugehörigkeit.
Das ist etwas, was die Sechziger dem Anschein nicht tun. So sollen die Sechziger, die sich in der Arena nur noch eingemietet sind, lediglich jene Business-Seats abrechnen, die tatsächlich besetzt sind.
Uli Hoeneß brüllte dazu in der tz wie ein Löwe: „Das ist Geld, das sie uns klauen.“
1860-Geschäftsführer Stoffers brüllt zurück: „1860 soll allein für die Bewirtschaftung des Business-Bereichs bis 2025 über 40 Millionen Euro zahlen. Alle Versuche, den Vertrag den tatsächlichen Kräfteverhältnissen anzupassen, wurden kategorisch abgelehnt.“
Wenn die Münchner Luxus-Arena in Kürze ausschließlich rot leuchtet, könnte der letzte Vorhand dieses Stadionstadls vermutlich gefallen sein. Ob es ein Wink des Schicksal für die Löwen bedeutet, dass solche Vorhänge auch meistens rot sind? Könnte allerdings auch eine haltlose Vermutung ins Blaue sein.
Montag, 2. November 2009
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2 Kommentare:
Wer Verträge unterschreibt, die er nicht einhalten kann, verdient nur wenig Mitleid. Wer Verträge ungenau formuliert, ebenso. Vereinsunabhängig.
Wir haben da in Frankfurt so unsere Erfahrungen gemacht. Da klagte dann schon mal ein seit einem Jahr beurlaubter Trainer auf eine vereinbarte Nichtabstiegspämie, weil die Elf, die unter ihm aus der ersten Liga abgestiegen war, mit seinem Nachfolger nicht auch aus der 2. Liga abstieg - sie stieg sogar auf ...
Der unverfrorene Kläger bekam in einem Vergleich einen Teil des Betrages, der ihm seiner Meinung nach vertraglich zustand. Es war schlicht vergessen worden, im Vertrag einen Zusatz einzufügen, der klarstellte, dass die Nichtabstiegsprämie nur für die erste Liga gelten sollte ...
Gruß vom Kid
Du scheinst an der Wahrheit nicht nur zu kratzen.
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