Sonntag, 25. Oktober 2009

Welcome home

Dieser Sonntag ist in England ein spezieller. Der Plan des 10. Spieltags der Premier League sieht das vielsprechende Duell des kriselnden FC Liverpool gegen Manchester United vor. Gewiss ranken sich ausreichend Anekdoten um die Fehde der nordenglischen Erzrivalen. Wie ein Damoklesschwert über dem North-West-Derby, das Ryan Giggs ehedem als „probably the most famous fixture in English football“ beschrieb, schwebt die Rückkehr von Liverpools Legende Michael Owen an seine alte Wirkungsstätte an der Mersey.

Owen kickt bekanntlich mittlerweile für Manchester United, nachdem er bei Absteiger Newcastle United beinah in der Zweitklassigkeit versunken wäre. Wäre da im Sommer nicht Sir Alex Ferguson gewesen. Der griff zum Telefonhörer und überredete den völlig überraschten Owen zu einem Engagement in Old Trafford. Dessen dortige Initiation dürfte sich spätestens seit seinem Siegtreffer vor wenigen Wochen in allerletzter Minute im 4:3-Thriller gegen Stadtrivale ManCity in den finalen Zügen befinden.

Entgegen der hierzulande schwelenden Annahme, dass Owen per se einen ähnlich überschwänglich idolisierten Status an der Anfield Road gehabt hat wie ihn Reds-Ikone Steven Gerrard besitzt, zeichnete der Independent in seiner gestrigen Ausgabe in einem lesenswerten Artikel hierzu ein überraschend gegensätzliches Bild. Independent-Journalist Ian Herbert schreibt vom „Return of the Outsider“, der trotz seiner 158 Treffer in fast 300 Pflichtspielen bis zu seinem Wechsel anno 2004 zu Real Madrid vom „Kop“ allenfalls geduldet und respektiert als heiß und innig geliebt wurde.

Seitdem Owen 2005 aus Spanien auf die Insel zurückkam, gastierte Europas einstiger Fußballer des Jahres mit Newcastle bislang dreimal in Liverpool. Dreimal machten die „Reds“ dabei kurzen Prozess und Owen nicht den Hauch eines Treffers. Welch elektrisierender Moment würde zweifellos heute die Anfield Road übermannen, wenn sich ausgerechnet dort nachfolgendes Szenario in der Schlussminute beim Stand von 0:0 ereignen würde. Flanke Giggs, Tor Owen. Ob man dann wohl ganz kurz eine Stecknadel in Owens altem Wohnzimmer fallen hören könnte?

Kommentare:

Kid Klappergass hat gesagt…

Solch eine Geschichte, wie du sie am Ende deines wieder einmal lesenswerten Eintrags erzählst, schreibt der Fußball zuweilen. Aber er schreibt sie nicht allein und auch nicht immer.

Es ist die Möglichkeit, dass sie so oder so ähnlich passieren könnte, die unsere Phantasie anregt. Fußballspiele werden eben nicht nur im Kopf entschieden, sie werden auch im Kopf erlebt. :-)

Gruß vom Kid

Thor Waterschei hat gesagt…

Danke für die Blumen, die Geschichte hat sich (leider) nicht so ereignet ;-).

http://www.thesun.co.uk/sol/homepage/sport/football/2698471/Liverpool-2-Man-United-0.html

Anonym hat gesagt…

hmm. interesting ..

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