Sonntag, 27. September 2009

Maradonanitis?

Die Qualifikation Argentiniens für die WM in Südafrika hängt derzeit am seidenen Faden, aktuell müssten die Gauchos in die Relegation, um im kommenden Sommer die Vuvuzelas tröten hören zu können. Das alles trotz der Inthronisierung von Diego Maradona als Verantwortlicher der Albiceleste. Oder etwa doch, weil Maradona den Taktstock an der argentinischen Seitenlinie schwingt?

Wenn man jüngst veröffentlichten Umfragen glaubt, wollen 67 Prozent der Argentinier Maradona nicht mehr im Amt sehen. Das ist natürlich kein Wunder, nachdem es für Maradonas Mannen gegen Ecuador, Brasilien und Paraguay zuletzt drei Niederlagen in Folge setzte und selbst auf den hochgelobten Lionel Messi nicht mehr Verlass war. Von sich reden machte Diego eher durch einen Wellness-Kurztrip nach Italien, wo ihm die italienischen Steuerbehörden ob seiner horrenden Steuerschulden mal eben seine Diamantohrringe abgeknöpft haben. Eine Krisensitzung mit seinem Verband soll er deshalb gar verschwitzt haben.

Argentiniens Fußball scheint also einer ausgewachsenen Maradonanitis ausgesetzt zu sein. Jetzt fehlt eigentlich nur noch, dass der neue T(h)or der Woche zu seiner Ehrenrettung in den womöglich entscheidenden Qualipartien Anfang Oktober gegen Peru und Uruguay selbst noch einmal die Stiefel herausholt.

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