Mittwoch, 23. September 2009

Eintracht Basler

Was macht eigentlich...Mario Basler? Etwa im Unterhemd mit der Fluppe im Mundwinkel, nem Pott Kaffee in der Hand auf seinem Sofas flätzend dem Ghostwriter seines Vetrauens tacheleseske Kommentare für seine BILD-Kolumne ins Handy flöten? Ja bitte, mitnichten! Super Mario macht Karriere als Cheftrainer. Schließlich ist doch Pokal und der, ja der Pokal, hat doch spätestens seit Heribert Faßbenders Ansagezeiten seine eigenen Gesetze.

Oder schwingt Super Mario etwa nicht bei dem Traditionsklub Eintracht Trier mächtig das Zepter und hat mit seiner Trierer Truppe einträchtig in Runde eins Hannover 96 aus dem Pokal geworfen? Doch, doch. Wer hier an zufällige Ereignisse glauben mag, der darf sich getrost kneifen. Gestern sollten nämlich die guten alten Arminen aus Bielefeld zu den viertklassigen Trierern in deren Trutzburg Moselstadion reisen und durften heute auf kicker.de nachlesen, wie dort nach der grämlichen 2:4-Pleite des Bundesligaabsteigers getitelt wurde: „Pokalmärchen, Teil II - Basler und Trier machens nochmal“.

Die Schlagzeile wird auch Basler gefallen haben. Der schoss im Übrigen gleich einen potenziellen attraktiven Gegner ins Visier nehmend „Die Bayern wären ein richtiger Kracher und wir hätten nichts dagegen, wenn der FC kommt“ wie in besten Zeiten scharf und teilte mit, dass er im Fall der Fälle sogar einen Spielerpass beantragen wolle. Reichlich schulterlopfend kann sich TW die gewünschte nächste Headline der Menschen vom kicker schon ausmalen: „Pokalmärchen, Teil III - Eintracht Basler kanns nicht lassen“.

Hoffentlich lässt Basler dann zumindest in dem Sinne den Titel seiner eigenen Biografie Super Mario in Frieden. Denn ein wenig schnödes „Super Super Mario“ würde auf dem Cover sein Konterfei doch völlig überdecken.