Mittwoch, 3. Juni 2009

Thomas von Heesen

Die gefühlt halbe Bundesliga ist derzeit auf der Suche nach einem Trainer, dem bekanntlich allerlei Synonyme wie Übungsleiter, Fußball-Lehrer, Feuerwehrmann, Bankdrücker, Sündenbock oder Projektleiter hinterhergeworfen werden. Hierzu gehört freilich auch der altehrwürdige HSV. Nachdem Martin Jol dort bei Nacht und Nebel tot ziens in Amsterdam gesagt hat, sind die Hanseaten auf der Suche nach einem Nachfolger für den knorrigen Holländer.

Wie schon im November 2007, als der HSV seinerzeit begann, eine Trainercastingodyssee zu starten, hat sich THOR WATERSCHEI nun Gedanken über einen adäquaten Jol-Erben gemacht. Dabei wird heute, wie damals, ganz klar ein Engagement des Hamburger Idols Thomas von Heesen befürwortet.

Der hat nach langen und erfolgreichen Jahren bei Arminia Bielefeld zwar schon lange von der Alm Abschied genommen, auf der er qua Funktion als Manager und Trainer vorübergehend die Bremse des guten alten Arminia-Fahrstuhl fand. Allerdings gelang ihm nicht nur das, der blonde Tommy, ein Schüler von Branko Zebec und Ernst Happel, ließ außerdem in Ostwestfalen fein das Bällchen laufen und sorgte dafür, dass die Arminia trotz knapper Kasse kurzzeitig zu einer recht attraktiven Adresse in der Bundesliga avancierte.

Seine unglückliche Stippvisite in Nürnberg wird an dieser Stelle zwar geflissentlich ignoriert, von Heesens aktuelle Station auf Zypern, Apollon Limassol, freundlich gesagt als Sprungbrett angesehen. Bedenkt man allerdings abschließend , dass von Heesen eine HSV-Ikone etwas beträchtlicheren Ausmaßes darstellt, die bei allen großen HSV-Triumphen der großen Achtziger zugegen war und der Uwe-Seeler-Kampfbahn erfolgreicher Fußball der Happel-Schule ganz gut zu Gesicht stehen würde.

Ja, da könnte dort diese Lösung wohl nicht nur dem Kuchenblock schmecken. Unter anderem natürlich auch, wenn mit von Heesens Inthronisierung womöglich sogar Didi Beiersdorfers alljährliches Trainercasting endlich ad acta gelegt würde.

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