Von Spaziergängen lässt sich nicht unbedingt sprechen, wenn deutsche Nationalmannschaften in Wales gastieren. Dass ist freilich schon traditionell so und war auch heute Abend im Millenium Stadium zu Cardiff nicht viel anders. Selbst wenn sich wie heute in das weite Rund der walisischen Nationalarena anstelle der möglichen 74.500 Zuschauern lediglich knapp 25.000 Interessierte verloren. Die sahen ein weitgehend zähes Spielchen, in dem Michael Ballack mit seinem satten Knaller zur deutschen Führung glänzte.Ein Spielchen, in dem der quirlige walisische Stürmer Robbie Earnshaw in dem stark aufgelegten Robert Enke seinen Meister finden sollte. Es war ebenfalls ein Spielchen, in dem der in den letzten Tagen medial arg malträtierte Mario Gomez seinem herbeigesehnten nächsten Länderspieltor durch ein von ihm erzwungenes Eigentor einer walisischen Abwehrkante ein kleines Stückchen näher kam. Ein Spielchen, welches weder auf deutsche noch auf walisischer Seite neue Helden gebar. Ein Spielchen, das Jogis Löwen jedoch ein weiteres Stückchen gen Gruppensieg auf dem Weg zur WM nach Südafrika brachte.
Last, but not least wurde sogar auf walisischer Seite jemand eingewechselt, den noch nicht einmal der scharfsinnige Steffen Simon erkannt hat. Nein, kein verkleideter Ryan Giggs. Vielmehr wechselte der walisische Trainerrammbock John Toshack an diesem lauen Abend von Cardiff im Herbst der zweiten Hälfte tatsächlich George Best ein. Das ist jetzt kein Scherz. Denn der Vater jenes Jokers Toshacks, der im englischen Zweitligaalltag den Dress von Sheffield United trägt, war offenbar großer Best-Fan und sorgte dafür, dass sein Sohn mit vollem Namen wahrhaftig David Rhys George Best Cotterill heißt. Ein 2:0-Sieg in Wales und zugleich ein Abend mit George Best, was will man mehr...






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