Sonntag, 22. März 2009

Perle aus Peru

Vor nicht allzu langer Zeit war es etwas schwierig, sich eine einschlägige Meinung über Paolo Guerrero zu bilden. Sicher, in jungen Jahren beim FC Bayern parlierte er zunächst in der Zwoten der Bayern als Drittligagoalgetter und just darauf in der FCB-Profielf zuweilen als Joker vom Dienst.

So ein bißchen schien in Guerrero jedoch ein kleiner Schönwetterkicker mittleren Ausmaßes zu stecken, indem er kevinkuranyiesk eher durch abwechselungsreiche Frisuren als durch gefällige Finten und Treffer überraschte. Einzelne 11 FREUNDE-Redakteure sahen sich infolgedessen gar angestrieben, auf dem Internetportal des Magazins eine entsprechende Frisurengalerie des Peruaners anzulegen.

Diese schwierige Phase der Adoleszenz, vor allem eingeleitet in der abgelaufenen Saison beim HSV durch den knorrigen Huub Stevens, zum etablierten Bundesligaangreifer der gehobenen Güteklasse hat Guerrero offenbar durchschritten. Trotz teilweiser Windschattenposition beim HSV hinter Ivica Olic und Mladen Petric zeigt Guerrero im Zuge seiner Einsätze nicht nur auf dem Feld Flexibilität, sondern dort zudem Zähne. Sinnbildlich beim tollen 3:2-Triumph der Rothosen im UEFA-Pokal im Hexenkessel von Istanbul, als sich Hamburgs Nummer neun über eine Stunde kaum sehen ließ.

Plötzlich bewies der 25-Jährige indes ungeahnte dynamische Qualitäten, mit denen er sich glatt das Prädikat Anden-Express verdient und schoss den HSV mit seinem Doppelpack ins UEFA-Pokal-Viertelfinale. Übrigens, à propos Doppelpack - darauf scheint sich Guerrero mutmaßlich spezialisiert zu haben. Schließlich ließ er es auch heute beim sonntäglichen Bundesligagastspiel der Seeler-Erben auf Schalke gleich zweimal klingeln, sorgte dadurch beim wichtigen 2:1-Sieg für die siegbringenden Treffer der Jol-Elf, die jetzt nur noch ein Pünktchen von der Pole Position der Bundesliga entfernt liegt.

Die hamburgische Perle aus Peru lässt den Bundesliga-Dino damit weiter von der Meisterschale träumen. Man darf gespannt sein, ob der neue T(h)or der Woche seine Gala-Form halten wird. Es würde mit Uwe Seeler oder Horst Hrubesch sicherlich nicht nur Guerreros Vorgänger bei den Rothosen, die einst beim HSV die Raute auf der Brust und ebenso die Nummer neun auf dem Rücken trugen, freuen.

Über den T(h)or der Woche

Kommentare:

peter hat gesagt…

paolo bleibt ne eintagsfliege. könnte wetten, dass er nach den beiden doppelpacks die nächsten beiden spiele gar nicht trifft.

täusche mich aber gern.

Breitner hat gesagt…

Wette angenommen! Ich sage, er wird in dieser Saison in der Bundesliga mindestens ein Dutzend Treffer erzielen. Guter Mann!

Anonym hat gesagt…

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