Von der Gattung der weißen Brasilianer gibt es im Fußballkosmos Deutschlands wohl nicht mehr als drei. Mehmet Scholl darf als solcher bezeichnet werden, Bernd Schneider ohnehin. Dann wäre da noch Ansgar Brinkmann, der schillernde blonde Dribbelkünstler aus dem deutschen Nordwesten, der wohl genauso viele Klubs auf dem Buckel wie Anekdoten über ihn kursieren.
Der gestrenge Berti Vogts hat Brinkmann angeblich einmal vorgerechnet, sich durch seine Eskapaden um 50 Länderspiele gebracht zu haben. Am Freitag ging in Bielefeld nun Brinkmanns Abschiedsspiel über die Bühne. Nach 20 Jahren sagte der gute Ansgar dem Profileben adieu und wird auch künftig was im Fußball machen wollen. Wie formulierte es der neue T(h)or der Woche neulich noch gleich: „Fußball ist meine große Leidenschaft. Ob der Ball in Alaska rollt oder in Zimbabwe, wenn der Ball rollt, habe ich ein Funkeln in den Augen.“
Über den T(h)or der Woche
Sonntag, 29. März 2009
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)






1 Kommentare:
Geschichte, die ich von einem Freund aus Osnabrück gehört habe (ob wahr oder Legende kann ich nicht beurteilen):
Ansgar Brinkmann kommt in seinem Sportwagen zum Trainingsgelände des VfL Osnabrück gefahren, parkt schräg über zwei Parkplätze. Steigt aus und wankt Richtung Umkleidekabine. Er trägt Sonnenbrille, um die Augenränder zu verdecken. Platzwart ruft ihm zu: "Hey Ansgar, heute ist Sonntag. Ihr habt heut frei!"
Ansgar murmelt "Scheiße", dreht sich um und wankt zurück zum Auto. Steigt ein und fährt mit quietschenden Reifen wieder weg.
Wie gesagt, keine Ahnung, ob es sich wirklich so oder zumindest so ähnlich zugetragen hat. Die Geschichte spiegelt jedenfalls sein Image wider. Großartiger Spieler, der nicht Profi genug war, um ein noch größerer zu werden. Ich werd ihn jedenfalls vermissen.
Kommentar veröffentlichen