Sonntag, 4. Januar 2009

Calle Del'Haye Reloaded?

Eines sollte man Uli Hoeneß lassen. Den Dampf hat der Bayern-Manager erst einmal gekonnt aus dem Transferkessel mit dem Etikett Ivica Olic rausgenommen und bei der überraschenden Verkündung des Wechsels des im Sommer ablösefreien Kroaten mal wieder etwas die Muskeln spielen lassen. Was bleibt?

Der HSV hat seinen Plan durchgezogen, für die torgefährliche Arbeitsbiene vom linken Flügel nicht sein Gehaltsgefüge zu sprengen. Und Olic selbst erhält in München nebst finanzieller Annehmlichkeiten wie kolpotiertem üppigen Handgeld und dicker jährlicher Apanage wahrscheinlich die realistische Perspektive auf den Gewinn von Titeln, Schalen und sonstigen Pokalen. Soweit so gut.

Nur, die Gretchenfrage ist allerdings: wie gut ist Olic wirklich? Hat der kroatische Linksaußen auf seiner Leistungsleiter etwa die letzten Sprossen schon lange erklommen? Vielleicht hilft ja der Kommentar des Users HSV-Opa auf WELT Online weiter: „ [...] nüchtern betrachtet erinnere ich mich, dass es kaum einen Spieler beim HSV gibt, auf dessen Stolperer ich mehr geschimpft habe, dessen Laufarbeit ich aber auch mehr bewundert habe. Himmel und Erde, Feuer und Wasser, immer wieder.

Ausgehend von einer schnöden Googlesuche nach Herrn Olic müsste der FC Bayern mit seiner Verpflichtung angesichts 508 angezeigter News-Ergebnisse auf der Startseite einen big deal gelandet haben. Irgendwie lässt sich doch der Eindruck nicht verwehren, was vielen kritische Zeitgenossen im Kaffeesatz schon lange herausgelesen haben. Der eine oder andere mit der Raute im Herzen vielleicht etwas mehr.

Der bajuwarische Großklub hat sich einen neuen Edeljoker zugelegt. Richtig, richtig. Calle Del'Haye nebst Ahnengalerie via Sternkopf, Schlaudraff bis hin zu Prinz Poldi lassen grußen. Der Gedanke wird man nicht vor allem nicht mehr los, seitdem Kalle Rummenigge Olic kürzlich für dessen Nehmerqualitäten huldigte: „Olic ist hungrig, er wird, wenn er draußen sitzt, sicher weniger Theater machen.“

Andererseits sollte man Olic infolge dessen doch nicht auf die leichte Schulter nehmen. Sind die Leiden des jammernden Lukas Podolski am Barometer der alten Weisheit „Hunde, die laut bellen, beißen nicht“ abzulesen, könnte der leise Herr Olic sich bissiger als erwartet herausstellen. Auch wenn der 29-Jährige mit seiner heutigen Kampfansage via BILD an Signore Toni und Herrn Klose etwas aus der Reihe ausgeschert ist: „Ich habe mich bisher überall durchgesetzt und werde auch bei Bayern spielen.

Doch Ausnahmen bestätigen ja bekanntlich die Regel. Das könnte auch für den neuen T(h)or der Woche gelten.

Über den T(h)or der Woche

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hallo.
Ich mochte mit Ihrer Website www.thor-waterschei.com Links tauschen