Sonntag, 28. Dezember 2008

No Phil-Harmonie

Für Hull City führte ehedem der unvergessene Jay-Jay Okocha seine letzten Tänze auf. Mittlerweile kicken die Tigers bekanntlich in der englischen Premier League und kommen dort nach anfänglicher Aufsteigeraufmischerei allmählich auf den Boden der Tatsachen an, obschon Rang sieben für die Emporkömmlinge selbstredend noch ne außerordentlich gute Hausnummer darstellt.

Am Boxing Day lief es freilich für die Schützlinge von Coach Phil Brown bei Manchester City nicht so gut wie in den vorherigen 18 Partien. Nach 45 Minuten und unterirdischer Vorstellung lag Hull bereits mit 0:4 zurück, was Brown derart auf die Palme brachte, dass er seine Spieler anstelle sie in die Kabine zu schicken im Strafraum vor den 4.000 mitgereisten Schlachtenbummlern versammelte und ihnen dort die so genannte Kabinenpredigt verabreichte.

Das erklärte der neue T(h)or der Woche folgendermaßen: „Ich versuchte sie am Leben zu halten, denn sie sahen tot aus.“ Weiter fuhr er fort: „Die Fans verdienten eine Erklärung für den Auftritt in der ersten Halbzeit und das ist schwierig von der Garderobe aus.

Am Ende der 90 Minuten blinkte dann lediglich ein 1:5 aus Sicht der Tigers von der Anzeigetafel des Stadiums of Manchester, welches im Alltagsgeschäft der Premier League sicher schnell abgehakt wird. Browns beeindruckende Aufweckmaßnahme dürfte sich seinen verdienten Platz in den Annalen dieses Fußballjahres gerade noch gesichert haben.

Den zu erwartenden und wohl unvermeidbaren Schreikrampf des zuständigen DSF-Reporters in der Spieltags-Summary des Senders Brown betreffend wird daher zu verkraften sein.

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