Samstag, 27. Dezember 2008

Kräftige Karikatur

In Bremen dürfte man sich dieser Tage etwas wärmer anziehen. Es ist freilich nicht so, dass die Schaaf-Elf in dieser Saison nicht genügend Anlass für die Anwendung des Bildnisses der Werder-Wundertüte gibt. Da wurde nun bekannt, dass zu allem Überfluss Bremens brasilianische Skandalnudel Carlos Alberto, die im Laufe diesen Jahres gefühlt quer durch Brasilien verliehen wurde, von der Copacabana an den Weserstrand zurückkehren könnte.

Bei seinem letzten brasilianischen Klub Botafogo hat Alberto angeblich wegen ausstehender Gehaltszahlungen seinen Dienst quittiert. Hat schon etwas von einem verirrten Silvesterkracher, sofern Alberto, mit schnöden zwei Bundesligapartien in der Saison 2007/08 und einer Ablösesumme von 8,5 Millionen Euro zum Bremer Transfer-Flop avanciert, wieder bei Werder auf der Matte stehen sollte.

Die Herren Schaaf und Allofs werden sich gewiss an die unglücklichen Verletzungen und Schlafstörungen ihres vermeintlichen Vorzeigesambakickers nicht gern erinnern. Hätten sie im Sommer 2007 nur schon einen gewissen Ailton als treffsicheren Scout für den brasilianischen Markt im Dienst gehabt, dem Werder ein entsprechendes Angebot unterbreitet haben soll.

Wie Ailton bescheiden kund tat, hätte er das Unglück dank offenbar bereits vorhandener für einen Scout unabdingbarer seherischer Fähigkeiten orakeln können: „Carlos Alberto ist ein super Spieler, aber er passt von seiner Mentalität her nicht nach Deutschland. Hätte man mich vorher gefragt, hätte ich das vorhergesagt.

Damit den Herren Schaaf und Allofs an diesen kalten letzten Tagen des Jahres 2008 noch einmal beim Gedanken an den zurückkehrenden Carlos Alberto warm ums Herz wird, soll ihnen von THOR WATERSCHEI den als „das perfekte Tor“ in die Fußballgeschichte eingegangenen Treffer von Carlos Alberto aus dem WM-Endspiel 1970 nicht vorenthalten. Findige Zeitgenossen werden gewiss erkennen, dass es sich um einen Carlos Alberto aus einer anderen Generation handelt, der seinerzeit aus etwas anderem Holz geschnitzt war als jener Sambakicker, durch den derweil sein Name kräftig karikiert wird.