Sonntag, 9. November 2008

Vaduz

Littbarski in Liechtenstein! Wer hätte gedacht, dass es einmal so weit kommt. Littis Entscheidung, das Angebot des FC Vaduz , Liechtensteins Vorzeigeklub, anzunehmen, ist jedoch gewissermaßen folgerichtig für die Tingeltour Littbarskis über die Trainerbänke der weiten Welt des Fußballs, die ihn via Japan, Australien, Leverkusen, Duisburg-Meiderich, zuletzt Iran nun ins Alpen-Fürstentum geführt haben.

Beim FC Vaduz, der seit seinem sommerlichen Aufstieg in der erste Schweizer Division, in die sagenumwobene Axpo Super League, kickt, wurde Littbarski als Nachfolger des erfolglosen Schweizer Rekordinternationalen Heinz Hermann zum Teamchef ernannt, der laut der entsprechenden Pressemitteilung des Klubs „die Funktionen des Sportdirektors und Cheftrainers gleichzeitig übernimmt“. Lässt sich ja wohl auf eine gewisse Weise hören, oder? Zumal der kleine Litti von Vaduz' Präsidenten Schädler nach seiner Schilderhebung zusätzlich als „große Lösung“ gepriesen wurde.

Fremdschämen war dagegen bei der Lektüre der stiefmütterlichen Abarbeitung des Klubs von Littbarskis Trainervitain in jener Presseinfo angesagt. So vergaß der gute FC Vaduz freilich nicht jede von Littis Stippvisiten als Trainer kurz und knackig zu erwähnen. Als kleine Kompensation für die offensichtlich nicht recherchierten Meistertitel Littbarskis in Japan und Australien ließ es sich der FC Vaduz allerdings nicht nehmen, die promentesten Trainer aufzuzählen, die Littbarski in seinen aktiven Tagen begleitet haben. Insofern kann sich der FC Vaduz ab sofort damit rühmen, einen Teamchef engagiert zu haben, der dereinst Franz Beckenbauer als Teamchef hatte.

Der 90er Weltmeister verlor sein heutiges Premierenspiel zwar im heimischen Rheinpark-Stadion mit Null zu Zwo gegen den FC Basel, kann sich gleichwohl mit der Ernennung zum neuen T(h)or der Woche etwas trösten. Denn so viele Protagonisten aus der weiten Welt des Fußballs, die dereinst Franz Beckenbauer als Teamchef hatten und zum T(h)or der Woche ernannt worden sind, existieren beileibe noch nicht.

Über den T(h)or der Woche

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

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