Donnerstag, 16. Oktober 2008

Erschlagen

Mit einer massierten massierten Verteidigung, wie es Oliver Kahn im feinsinnigsten Kommentatoren-Sprech im Zweiten neben Duzkumpel JBK formulierte, rührten die Waliser gestern in Mönchengladbach nicht unerwartet Beton an. Die Times huldigte nach dem knappen deutschen Eins zu Null dennoch den jungen walisischen Kickern um ihren flinken Skipper Craig Bellamy*:
„Tapfere Waliser Drachen von Deutschland erschlagen. Die jüngsten tollen Leistungen gegen Deutschland haben einen sicheren Platz in den Geschichtsbüchern von Wales, leider aber auch die unglücklichen Märchen. Eine weitere qualvolle Niederlage, besiegelt durch ein einziges Tor, lässt die WM-Qualifikation zu einer fast unüberwindbaren Herausforderung werden.“

Ergo: dank Piotr Trochowskis gestrigem goldenen Goal und der Wahrung der Oktoberserie gegen Wales (→ Goldene Oktober für Yr Almaen) können Jogis Löwen nun mit Fug und Recht behaupten, sich gegen das walisische Bollwerk, allen voran mit dem offenbar auf jedem einzelnen Gladbacher Grashalm umhersensenden Rotschopf namens James Collins, keine Kalamitäten erlaubt zu haben.

Der nächste wichtige Schritt in Richtung Südafrika ist also getan, allmählich scheinen Jogis Löwen reif für Berti Vogts und die von ihm dressierten Terrier aus Baku und Umgebung zu sein...

*Craig Bellamy ist übrigens kein Mitglied der Bellamy Brothers, dafür allerdings gemäß des wohlbekannten Kalauers des großen Sir Bobby Robson in der Lage in einer leeren Telefonzelle einen Streit anzufangen sowie dem eigentlich nicht lahmen Philipp aus München wegzulaufen.