Samstag, 20. September 2008

Urknall

Der Samstag besitzt im Fußball beinahe sakrale Bedeutung. THOR WATERSCHEI pickt sich regelmäßig in seiner Rubrik SATURDAY ein samstägliches Spiel aus der weiten Welt des Fußballs heraus. Heute: Bayern Münchens 2:5-Heimblamage gegen Werder Bremen.

Au, au, au! Da entpuppte sich in der Blogosphäre unlängst das gelungene Fernglas-Blog, das die hehre Absicht hat, das muntere Treiben beim FC Bayern fleißig ins Visier zu nehmen. Und dann folgte heute Nachmittag zwischen fünfzehndreißig und siebzehnfünfzehn der erste Urknall im Klinsi-Kosmos. Bayern München zwei, Werder Bremen fünf.

Genau, fünf Mal machte es Patsch im Kasten des armen Michael Rensing oder wie heißt es passend zum Wiesn-Auftakt, fünf Tore schenkten die Bremer Rensing ein. Hatte der gute Fernglas-Blogger, Herr Zechbauer, noch gen Mittag sozusagen auf ein souveränes vier zu eins seines FCB getippt, blieb ihm nach dem Heimdebakel nur noch übrig, etwas bitter zu konstatieren: „Tja, was soll man dazu sagen schreiben? Am besten nichts.“

Gewisse Herren aus der Stammbesetzung des sonntäglichen Wontorra-Stammtisches werden die erste Klinsi-Pleite sicher zum Anlass nehmen, um auf die typische Samstagabendunterhaltung zu verzichten und für den morgigen Auftritt beim ollen Wonti schon mal genüßlich ihre Messer wetzen. Frei nach Herrn Zechbauer, der vorab treffend prophezeite: „2 zu 5. Das wird wieder das Krisen-Geschwafel anstochern.“

Franz Beckenbauer zauberte für Herrn Klinsmann nach dem Abpfiff im Übrigen noch einen besonderen Ratschlag aus der kaiserlichen Sakkotasche, empfahl väterlich und vor Beckstein'schen Auswüchsen warnend: „Jürgen, fahr auf das Oktoberfest und trinke ein paar Wiesnmaß, aber fahr nicht mit dem Auto nach Hause.“