Donnerstag, 4. September 2008

Roll with it

Britpop-Lordsiegelbewahrer Noel Gallagher (→ Kein Gitarrengott) hat gegen die montägliche Übernahme seines Lieblingsklubs Manchester City durch arabische Ölscheichs überraschend wenig einzuwenden. Das lässt sich dem vom kicker in seiner heutigen Ausgabe aufgeschnappten Gallagher-Zitat entnehmen, in dem der OASIS-Klampfer gar mikroökonomische Feinsinnigkeiten offenbart:
„Immer wenn ein United-Fan in Zukunft tankt, finanziert er unsere Transfers.“
Dass Mr. Gallagher, ganz Geschäftsmann, ähnlich wie ein gewisser Robinho natürlich auch an sein eigenes Portemonnaie denkt und sich den Scheichs sozusagen als Absacker für die dritte Halbzeit anbietet, kann man ihm daher beinahe nicht verübeln:

„Wenn die so mit dem Geld um sich schmeißen, stehe ich für jede After-Show-Party zur Verfügung.“
Doch wer hätte gedacht, dass Noel sich vor ein paar Jahren für seine „Skyblues“ laut im Netz kursierenden Gerüchten fast selbst seinen finanziellen Garaus herbeigeredet hat. Soll Noel nach ein paar Pints zuviel auf einer Party, Scherzkeks, der er erst, versucht haben den braven Paolo Maldini, für gute 150.000 Euro per week zu City zu locken. Der gute Noel hatte die Rechnung aber offensichtlich ohne den anscheinend etwas leichtgläubigen Signore Maldini gemacht.

Denn der konnte sich angeblich für einen solch stolzen Wochenlohn einen Abschied von seiner Lebenslangromantik in San Siro durchaus vorstellen. Man hat wahrscheinlich nicht vermutet, dass Gallagher und Maldini schon mal auf derselben Party rumhingen. Aber wohl ebenso nicht, dass Mr. Gallagher den Schneid hatte, sein großzügiges Angebot kurz darauf fernmündlich wieder etwas kleinlaut zurückzuziehen. Citys Scheichs hätten mit dem Wochenlohn des ollen Maldini dagegen wohl keine Probleme gehabt...

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