Sonntag, 10. August 2008

„Wir spielen am besten, wenn der Gegner nicht da ist.“

Die einen finden Otto gut. Die anderen halten Otto Rehhagels Nibelungentreue zum Libero, zur kontrollierten Offensive und anderen typischen Merkmalen der Ottokratie eher für antiquiert. Mal garnierte man den Nachnamen des „Kindes der Bundesliga“ und des Ruhrgebiets mit dem Zusatz Titelhagel, in früheren Tagen seiner eindrucksvollen Trainerbankkarriere ward Otto auch schon mal Torhagel gerufen.

Jaja, ein verschmitztes Lächeln wird sich jetzt auf die Lippen jener Zeitgenossen setzen, die an die denkwürdige 0:12-Pleite von Borussia Dortmund gegen äußerst torhungrige Gladbacher Fohlen an jenem 29. April '78 zurückdenken. Denn der damalige BVB-Trainer Rehhagel durfte nach diesem unglückseligen Nachmittag (→ Torhagel) seinen Hut nehmen. Nach einer guten Woche Urlaub im TW-Klubhaus verbietet es die Chronistenpflicht nunmehr einfach so über den gestrigen 70. Geburstag von „Rehhakles“ hinwegzugehen. THOR WATERSCHEI hat aus diesem Anlass ein paar Rehhagel-Stilblüten aus der Vitrine geholt und etwas abgestaubt:
1. „Jeder kann sagen, was ich will.“

2. „Wichtig ist auf’m Platz, alles andere ist Kokolores.“

3. „Wenn ich heute Kapitän bin und das Schiff sinkt, alle müssen helfen, dann kann doch der Koch nicht kommen und sagen: 'Ich kann nur die Bratpfanne halten.“

4. „Modern ist, wenn man gewinnt.“

5. „Mit 50 bist Du als Fußballtrainer reif für die Klapsmühle. Wenn Du genug Geld verdient hast, kannst Du wenigstens erster Klasse liegen.“

6. „Wer Erster ist, hat immer recht. Ich habe also recht. Und wenn ich Fünfter bin, können Sie wieder mit mir reden.“

7. „Geld schießt keine Tore.“

8. „Wir spielen am besten, wenn der Gegner nicht da ist.“

9. „Die Wahrheit liegt auf dem Platz.“

10. „Ich schätze es, wenn Fußballer verheiratet sind; denn die eigene Frau ist das beste Trainingslager.“

11. „Wenn ich heute fünf Talente einbaue und mehrere Spiele hintereinander verliere, dann lassen die Leute an den Blumen, die sie mir zuwerfen, plötzlich die Töpfe dran.“

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