Sonntag, 10. August 2008

Schlusslicht-Sforza

Was Ciriaco Sforza, den nicht immer lauteren Ex-Teufel vom Betzenberg zuletzt eigentlich so trieb, war dem ehrwürdigen kicker kaum eine Zeile wert. Der mit dem Etikett behaftete Eidgenosse, mit allen Abwässern gewaschen zu sein, hatte in seiner Schweizer Heimat beim beschaulichen Erstdivisionär FC Luzern die Trainerlaufbahn eingeschlagen, wurde zwischenzeitlich sogar mal als Traineranwärter beim guten alten 1. FCK gehandelt. Nun hat Sforza, wohl eher freiwillig, einen Initiationsritus zur endgültigen Aufnahme in die Trainergilde in Anführungsstrichen erfolgreich bestanden.

Das heißt: Sforza wurde entlassen, nachdem er mit Luzern nach einem recht kläglichen Saisonauftakt, inklusive eines mageren Punktes aus fünf Partien, nur das Ende der Tabelle der ersten eidgenössischen Liga ziert. Das war da selbst den Herrschaften vom kicker auf ihrem Onlineportal eine recht scharfe Schlagzeile wert, die wenig entrüstet feststellten, dass "Schlusslicht-Sforza" gehen müsse. Für diese Schlagzeile nebst kleiner dramatischer Alliteration kann sich Sforza freilich wenig kaufen. Doch vielleicht wird die Ernennung zum neuen T(h)or der Woche ihn etwas aufmuntern. Vielleicht aber auch nicht.

Über den T(h)or der Woche

Keine Kommentare: