Wollte man über Jürgen Kohlers Meriten aus seinen Zeiten als Vorzeigevorstopper der Nation schwadronieren, würde man gewiss den Rahmen dieses Eintrags sprengen. Jaja, Mannheimer Manndeckerschule, Held von Rom, statistischer 96er Europameister, Bayern, Juve, BVB, Fußballgott, Mitautor des Eisenfuß-Romans „An mir kommt keiner vorbei“ und und und. Nun gut. Als Trainer hat sich der Kokser bislang noch keinen derart großen Namen gemacht, als dass die Knie beim Einlaufen von Kohlers Teams zum Schlottern begannen. Wie dem auch sei, mittlerweile hat sich Drittligist VfR Aalen, der Verein für Rasenspiele Aalen 1921 e. V., Herrn Kohler als seinen neuen Cheftrainer geangelt.Denn nach vier Spieltagen in der neuen 3. Liga lastete man beim Verein für Rasenspiele Aalen 1921 e. V. Kohlers Vorgänger, übrigens „Euro-Eddy“ Schmitt höchstpersönlich, den durchwachsenen Start an. Nicht verwunderlich, soll in der beschaulichen Scholz-Arena doch ganz nach dem Hoffenheimer Paradevorbild einmal der Bundesligafußball rollen. Zunächst hieß der Gegner dem ungeachtet heute Nachmittag Kickers Emden. Kaum hatte Jürgen Kohler allerdings in der ehrwürdigen Emdena-Stadion, zu dem laut der informativen Anreisebeschreibung der Kickers-Homepage sogar die Anreise per Paddelboot dank exzellenter Kanallage möglich sein soll, auf der Trainerbank Platz genommen. Da stand es nach 26 Minuten bereits Null zu Vier. Kurzum: Kohlers Debüt ging ganz schön in die Hose.
Bei dem bitteren Zwei zu Fünf bei den Ostfriesen, die einen gewissen Otto als ihren Edelfan bezeichnen dürfen, der vor allem in der Merchandising-Rubrik der Kickers-Homepage grinsend nebst seinen unschuldigen Ottifanten herumschwirrt, hätte sich Kohler also am besten selbst aufstellen sollen. Schlimmer hätte es für den neuen T(h)or der Woche selbst dann wahrscheinlich kaum kommen können, auch wenn Kohler in den Strafräumen des früheren Kickers-Stadions in besten Tagen wohl nie zu einer seiner gefürchteten Grätsche hat ansetzen dürfen. In der 3. Liga wurde Jürgen Kohler jedenfalls im friesisch-herben Idiom mit einem kühlen „Moin, moin!“ begrüßt.
Über den T(h)or der Woche






4 Kommentare:
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