Nein, wie die Jungfrau zum Kinde, kam plötzlich der Bremer Tim Wiese zu seiner ersten Berufung in Jogis erlauchten Kreis. Kaum zu glauben, aber wahr -Wiese. Sein unglückseliger Abroller in der Champions League bei Juventus Turin ist zwar beinah verjährt, aber ebenso wie seine beiden Fliegenfängereien aus dem März im UEFA-Pokal bei den Glasgow Rangers nicht vergessen. Das gilt natürlich desgleichen für Wieses ständiges aufs Brot schmieren, wie sehr er doch eine Nominierung verdient habe.
Wie ein hungriger Wolf jaulte Wiese noch im September '07 in der BILD einer erneuten Nichtberücksichtigung hinterher und vergaß ebenso nicht gegen seine Torsteherkonkurrenten zu stänkern:
„Ich bin nicht enttäuscht. Aber das Kapitel Nationalmannschaft unter Bundestrainer Joachim Löw ist damit für mich kein Thema mehr. Es ist abgehakt. [...] Ich bringe national und international Top-Leistungen. Ich verstehe nicht, was das soll. Stattdessen wird ein Hildebrand nominiert, der im Klub nur auf der Bank sitzt. Oder ein Enke, der mit Hannover im Mittelfeld spielt.“Doch nun machte Löw den Bremer zu seinem Karnickel aus dem Zauberhut, was hoffentlich zur Folge hat, dass Wieses Wolfsgeheule endlich aufhört. Schließlich tut es Wiese mit seiner Berufung seinem Kindheitsvorbild Eike Immel nach, dem Jupp Derwall und Kaiser Franz in den Achtzigern immerhin 19 Länderspiele gönnten. Mal sehen, ob irgendwann auch noch einmal der Dschungel ruft...






1 Kommentare:
Die Torwartdiskussion in Deutschland ist für mich ohnehin breit angelegtes Jammern auf hohem Niveau. Neben Adler gibt es Enke, Neuer, und von mir aus auch noch Rensing (und - wie hieß er noch - Hildebrandt). Was soll da jetzt noch ein Tim Wiese? Manche Torwartentscheidungen Löw's (aka Löw-Klinsmann) habe ich eh nie nachvollziehen können. Das hätte es nicht gebraucht.
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