Sonntag, 6. Juli 2008

Taking the Bisch

In diesen Tagen und Wochen nach der Euro Null Acht füllt landauf landab gerne das Transfergeplänkel die Gazetten. Die Gerüchteküche brodelt beständig. Und das Wörtchen „Königstransfer“ erhält wenige Wochen vor dem Saisonbeginn wieder Hochkonjunktur. Ein Königstransfer, jener Spielerwechsel, der den gemeinen mitfiebernden Fan von Quantensprüngen in der Tabelle seines Lieblingsklubs oder gar von Titeln träumen lässt. Dass Arsenal London beispielsweise vor einer guten Woche bekanntgab, Amaury Bischoff von der Zwoten von Werder Bremen an die Themse gelotst zu haben, riecht allerdings nicht gerade nach einem Königstransfer für die „Gunners“.

Daher ist der Wechsel des drahtigen Mittelfeldkickers, der es ehedem im Werder-Dress lediglich auf einen Profieinsatz brachte, wohl nur für ihn selbst ein solcher. Am Tag nach dem Euro-Endspiel, als sich die Fußball-Welt noch im spanischen Europameisterglanz suhlte, schoss bei der Sun daher etwas von einem „dream move“ für den ebenso wie Monsieur Wenger aus dem Elsass stammenden Portugiesen aus der Feder. Bischoff ließ sich natürlich im Sun-Interview nicht zweimal bitten seine Freude über seine Arsenalisierung kund zu tun und schwärmte, dass Arsenal für ihn eine große Chance sei, Arsene Wenger ihn noch aus seiner Zeit in Straßburg kenne, an seine Qualitäten glaube und ihm sogar den Sprung in die erste Arsenal-Eleven zutraue.

Darüber hinaus setze Wenger ihn nicht nicht unter Druck und gebe ihm geduldig alle Zeit der Welt, sich zu entfalten. Damit Bischoff irgendwann wirklich einmal ein richtiger in der Champions League umjubelter Kanonier wird, ernennt THOR WATERSCHEI Bischoff der Aufmunterung und nachhaltigen Motivation halber zum neuen T(h)or der Woche und hofft, dass Bischoff nicht zu einer Arsenal-Neuauflage der blassen Kanonier-Modelle Malz, Volz und Mendez avanciert, bei denen die Wenger'sche Geduld irgendwann dann doch einmal erschöpft war.

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