Sonntag, 13. Juli 2008

Realer Unsinn

Die Euro Null Acht ist lange vorbei. Da tat sich schnell ein kleines Sommerloch auf. Doch siehe da, dies wurde schnell gestopft.

Möchte Manchester Uniteds Mittelfeld-Beau Cristiano R. doch trotz laufenden Vertrags einfach bei Real Madrid anheuern. TW protokolliert reichlich realen Unsinn und ernennt Cristiano Ronaldo ohne Umschweife zum neuen T(h)or der Woche:

Bernd Schuster fordert vor der Euro: „Cristiano ist der stärkste Spieler, und wir wollen ihn deshalb haben.

Cristiano R. stöhnend unterdessen während der Euro: „Ich habe die Anrufe von Sir Alex Ferguson noch nicht beantwortet. Die EM hatte Vorrang. Aber es ist ein Traum von mir und auch meiner Familie.

Fergie prustet in seinem Urlaub mit hochrotem Kopf:„Er bleibt!

Ronaldos Schwester mischt sich ein:„Cristiano wird in Manchester bleiben.

Rafael Nadal (großer Real-Fan) nach seinem Wimbledon-Sieg zu Real-Präsident Calderon: „O.k. Was ist jetzt mit Ronaldo, kommt er zu Real?

Calderon beschwichtigt daraufhin: „Entspann dich, Rafa und leg erst einmal dein Racket zur Seite. Alles ist unter Kontrolle. Er hat schon unterschrieben.

Fergie, erneut mit hochrotem Kopf, gerade von den neuesten Gerüchten informiert:„Er bleibt!“

Der Blatter-Sepp dazu via Sky News ganz unverhohlen: „Wenn der Spieler woanders spielen möchte, sollte man eine Lösung finden. Ich bin stets dafür, Spieler zu schützen. Und wenn ein Spieler gehen will, dann soll man ihn gehen lassen. Es herrscht im heutigen Fußball wegen langfristigen Verträgen ohnehin moderne Sklaverei.

Der Blatter-Sepp , seines Zeichens Real-Ehrenmitglied, danach per SMS an Senor Calderon: „ Habt Ihr meine Dauerkarte schon losgeschickt? Einen höflichen Gruß an die werte Frau Gemahlin.

Der eigentlich unbeteiligte Dave Whelan, mithin Präsident von Wigan Athletic, mit entwaffnender Entrüstung:„ Der Mann ist ein kompletter Idiot. Man fragt sich, ob Blatter nach dieser Aussage noch zurechnungsfähig ist.

Karren Brady, Manager von Birmingham City, ebenfalls ganz auf Fergies Seite versucht zu differenzieren: „Sklaven? Das ist nicht das Wort, das ich benutzen würde. Ich glaube, man muss in Bezug auf die Spieler eher von Söldnern sprechen. Wir reden von Akteuren, die sechsstellige Summen pro Woche verdienen, ihre Verträge aber nicht einhalten wollen.


David Beckham zieht väterlich wie verständnisvoll Parallelen zur eigenen Vita:„ Für Manchester United zu spielen, war mein Traum, aber ebenso für Real zu spielen. Es war eine unglaublich schwierige Entscheidung und ich bin mir sicher für Cristiano auch. In Madrid zu leben und zu spielen – abgesehen von Manchester United gibt es nicht viele bessere Klubs. Diese beiden Möglichkeiten zu haben, ist gut für ihn.

Cristiano R. springt in Blatters verbales Fahrwasser:„ Was der FIFA-Präsident sagt, ist richtig. Ich weiß, was ich will und was mir gefallen würde. Wir müssen nun abwarten, was passiert.

Pele läßt sich nicht zweimal zu einem Statement bitten:„ Ein Sklave ist man nur, wenn man ohne Vertrag arbeiten muss und dafür nicht einmal bezahlt wird. Wenn man einen Vertrag unterschreibt, egal in welchem Beruf, dann muss man ihn auch erfüllen. Erst wenn sein Vertrag ausläuft, dann kann er gehen, wohin er möchte.

Cristiano R. resümiert im Flüsterton zur Sun, damit Fergie nichts hört: „Ich bereue nichts.


Über den T(h)or der Woche

1 Kommentar:

Carsten hat gesagt…

Ronaldo ist eben kein Webster, der sich so einfach freikaufen kann.