Sonntag, 4. Mai 2008

Niemals aufhören, immer weitermachen

Der Samstag besitzt im Fußball beinahe sakrale Bedeutung. THOR WATERSCHEI pickt sich regelmäßig in seiner Rubrik SATURDAY ein samstägliches Spiel aus der weiten Welt des Fußballs heraus. Heute: Schalkes neuer Trainer Fred Rutten gewinnt mit Noch-Klub Twente Enschede mit 5:1 in Breda und tukkert mit Twente durch die Wirren des niederländischen Play Off-Systems in Richtung UEFA-Pokal...

Freilich, die reguläre Saison in den Niederlanden dauert ebenso wie beispielsweise in Deutschland 34 Spieltage an. Während in der BRD nach vollendetem Spieltag Numero 34 die Saisontür einvernehmlich zugeschlagen wird, geht es bei den Untertanen von Königin Beatrix weiter überaus hoch her. Es ist Play Off-Time angesagt, deren Ausmaße uns der nette Herr Wieland in seinem ebenso netten Blog Drei Ecken, ein Elfer erst kürzlich überaus kenntnisreich erläuterte.

Besagte Play Off-Phase ist nun dafür verantwortlich, dass Schalkes neuer Coach Fred Rutten sich mit seiner alten Liebe Twente Enschede als Vierter der regulären Saison der Eredivisie nochmals zwei Duelle mit dem Dritten NAC Breda liefern durfte, um das Finale um den noch zu vergebenden Startplatz für die Champions League-Quali zu erreichen, in dem der Sieger des Duells des Zweiten (Ajax) und des Fünften (Heerenveen) wartet. Nachdem Twente schon das Hinspiel mit 3:0 klar für sich entschieden hatte, gastierten die Tukkers gestern Abend im Rückspiel in der Heimatstadt einer gewissen Frau van der Vaart.

Getreu seinem Vereinscredo „Niemals aufhören, immer weitermachen“ hoffte Breda in seinem schmucken Rat Verlegh Stadion zwar noch auf ein kleines Wunder. Doch selbst die Anwesenheit besagter Sylvie van der Vaart hätte Ruttens disziplinierte Twente-Truppe wohl von nicht ihrem Weg abbringen können. Mit schönem Kombinationsfußball und einem satten 5:1-Kantersieg ließ Enschede Breda nicht den Hauch einer Chance. Der Lohn vor dem Play Off-Finale um den Platz in Europas Königsklasse: das Ticket für den UEFA-Cup haben Rutten und Twente schon jetzt sicher in der Tasche.

Zufrieden geben mit dem UEFA-Cup wird sich Fred Rutten, nach Kenntnisnahme der zuletzt über ihn wie Pilze aus dem Boden des Webs geschossenen Porträts, damit als gestrenger Disziplinfanatiker wohl eher nicht. Dazu wird Bredas Vereinsmotto wahrscheinlich zu sehr Bestandteil von Ruttens Kabinenwortschatz sein: „Niemals aufhören, immer weitermachen!“ Das niederländische Finale um das zweite Champions League-Ticket kann also kommen...