Montag, 5. Mai 2008

Fernglasromantik

Die ganze Fernglasmetaphorik ist beim FC Bayern, der sich mit seinem gestrigen blassen Null Null in der Autostadt seine 21. deutsche Meisterschaft gesichert, oder bei seinen Ikonen offenbar fest im eigenen „Mir san Mir“-Idiom fest verankert. Gut, Uli Hoeneß' entsprechende nervige Einlassungen vor dieser Bundesligasaison sind hinlänglich bekannt. Nach dem derben UEFA-Pokal-Aus in Sankt Petersburg packte aber nun ebenfalls kein Geringerer als Stefan Effenberg in seiner BAMS-Kolumne den Feldstecher aus.

Der „Tiger“ schenkte den bajuwarischen Meisterkickern dabei noch einmal richtig reinen Wein ein: „Man muss es doch mal ganz deutlich sagen: Ein 0:4 in Petersburg (→ Über dem Zenit) ist für die Ansprüche der Bayern absolut inakzeptabel. Unwürdig!“ Mit St. Petersburg und Glasgow stünden laut Effe zwei Klubs im UEFA-Pokal-Finale, „die Probleme hätten, überhaupt die Vorrunde in der Champions League zu überstehen. Es zeigt sich: Die Bayern brauchen zur internationalen Spitze inzwischen das Fernglas, das Manager Uli Hoeneß mit Recht der Bundesliga-Konkurrenz im Titelkampf verordnet hat“. Ob diese Ferngladromantik auch wohl demnächst im Klinsmannschen Kosmos seinen Platz haben wird?

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