Freitag, 2. Mai 2008

Über dem Zenit

Das 0:4-Debakel des FC Bayern im Halbfinalrückspiel des UEFA-Pokals bei Zenit St. Petersburg hatte Waldi Hartmann bereits kürzlich in seiner Video-Kolumne bei WELT Online quasi vorausgesehen. In Deutschland seien die Bayern übermächtig, aber halt nur in Deutschland, hatte Waldi kühn orakelt. A da schau her. Waldi muss also bereits geahnt haben, dass das UEFA-Cup-Boot der Bayern mit Kapitän Kahn in der Kleinen Newa untergehen würde. Die konterstarken und oft unterschätzten Russen zeigten dem designierten deutschen Meister die Zähne und nahmen die bajuwarische Abwehrreihe gestern ganz schön in die Mangel.

Statt Triple ist an der Isar nunmehr Trauer angesagt. Ex-Titan Kahn schnaufte zwar nach seinem letzten Europapokalspiel, dass er lieber chancenlos als im Elfmeterschießen ausscheide. Doch sich an seinem letzten Europapokaltag derart abschlachten lassen zu müssen, müsste eigentlich aufs Gemüt gehen. Vielleicht blickt er ja mal in die offizielle im Web kursierende Bayern-Trauer-Liste, die nun für Kahn, Hitzfeld & Co. im Sportgate-Blog eröffnet wurde, der der "92-minütigen Fußball-Titanik" der Bayern in Sankt Petersburg kondoliert. Wie dem auch sei, Kahn, Hitzfeld und der FC Bayern haben bei Zenit ihren Zenit überschritten...

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