Sonntag, 6. April 2008

My Arsenal # 15: Scherbenhaufen?

Arsenals gibt es in der weiten Welt des Fussballs viele. Unter anderem Arsenal Kiew, Arsenal Tula, Arsenal Berekum aus Ghana oder Arsenal de Sarandì aus Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires entstanden in Gefolgschaft des ehrwürdigen Arsenal Football Clubs aus London, der allerdings und das weiß nicht nur Nick Hornby das einzig wahre Arsenal ist…

Es wurde in der letzten Zeit viel geschrieben über die drei Duelle, die Arsenal mit dem großen FC Liverpool innerhalb von sieben Tagen auszufechten hat. Angesetzt sind die beiden Viertelfinalpartien in der Champions League sowie eine schnöde Premier League-Begegnung, welches von den beiden Königsklassenschlagabtauschen quasi gesandwicht wird. Zwei Drittel dieser schon zur Trilogie emporgehobenen Paarungen sind nun absolviert. Speziell die Gunners stehen nun vor den Scherben einer ganzen Saison.

Führte das Wengersche Hochgeschwindigkeitsspiel mit Spielmacher Fabregas und Goalgetter Adebayor als offensiver Doppelspeerspitze Arsenal noch vor Woche mit einem Punktepolster auf den Spitzenrang der Premier League, hat die Gunners scheinbar inzwischen eine Art Frühjahrslethargie ergriffen. Denn in den beiden Partien im Emirates Stadium am vergangenen Mittwoch und am gestrigen Samstag, die jeweils eins zu eins endeten, wurde die Arsenal-Kanone zwar jeweils einmal abgeschossen. So richtig in Gang kamen die Gunners jedoch nicht. Für den Meisterkampf im englischen Fußball-Oberhaus bedeutet das Remis nach zuvor fünf sieglosen Spilen vornehmlich, dass die Gunners ihre Titelhoffnungen wohl ad acta legen können angesichts des stolzen Rückstands von schon fünf Punkten auf Spitzenreiter ManU.

In der Königsklasse haben die Reds, für die die Champions League ebenso der Rettungsanker einer möglicherweise erneuten titellosen Saison ist, nach ihrem Auswärtstor in der Beatles-Stadt die besseren Karten. Hoffnung könnte aber insbesondere deshalb für Arsenal bestehen, weil in der vergangenen Saison das Gastspiel an der altehrwürdigen Anfield Road, inklusive des romantischen Evergreens You' ll never walk alone, durchaus beschwingende Wirkung hatte. Damals gelangen Arsenal ja immerhin mit 3:1 und 6:3 in den beiden Pokalwettbewerben zwei ziemlich deutliche Triumphe...

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