Dienstag, 22. April 2008

Toröffner?

Dass Ralf Rangnick einen gewissen akademischen Habitus ausstrahlt und daher nicht von ungefähr seit einem Sportstudio-Auftritt, bei dem er die Tiefe des Raumes an der Taktiktafel erläuterte, gern als Fußball-Professor betitelt, ist ja gemeinhin bekannt. Im Interview mit dem Online-Portal der 11 FREUNDE kratzte sich der kluge Professor aus dem Schwäbischen jetzt übrigens am Kinn, rückte sich die Nickelbrille zurecht und sinnierte nun treffend darüber, dass wenn man die Tore vergrößere zwangsläufig auch mehr Treffer fielen.

Durch die Entwicklung der Defensivstrategien und der athletischen Fähigkeiten der Spieler würden weniger Treffer fallen. Ebenso sei laut Rangnick die durchschnittliche Größe der Torhüter vergangenen hundert Jahren von 1,70 auf 1,90 Meter gestiegen. Aus alledem folgert der Trainer der TSG Hoffenheim: „Daraus ergäben sich dann Tore, die etwa einen Meter breiter und 30 Zentimeter höher sind. Das bedeutet zumindest, dass jeder Pfosten und Lattenschuss dann ein Treffer wäre.“ Nicht bekannt oder empirisch nachgewiesen ist allerdings, ob in Hoffenheim die Tore schon bereits etwas größer als anderswo sind und damit etwa der Durchmarsch der TSG auf einen Aufstiegsrang im deutschen Unterhaus erklärbar wäre...