Freitag, 18. April 2008

Mit Gewehr

Johan Cruyff hat in dieser Woche ein überraschendes Bekenntnis abgelegt. Der niederländische Fußballkönig erklärte dem spanischen Radiosender Catalunya Ràdio, warum er auf dem Zenit seines fußballerischen Könnens 1978 nicht an der im selben Jahr stattfindenden WM in Argentinien teilgenommen hat.

„Man hielt mir ein Gewehr an den Kopf, meine Frau war gefesselt, und unsere Kinder mussten all das miterleben“, erklärte Cruyff, der sich seinerzeit in seinem letzten Vertragsjahr beim FC Barcelona befand.

Seine Kinder seien auf dem Weg zur Schule von Leibwächtern bewacht worden. „In solchen Momenten zählen andere Werte im Leben“, sagte Cruyff. Ohne Cruyff wurden die Niederlande anno 1978 Vize-Weltmeister und unterlagen im Endspiel von Buenos Aires den argentinischen Gastgebern mit 1:3 nach Verlängerung.

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