Dienstag, 18. März 2008

Bergsteiger

Gemäß dem Fall, dass der große Diego Maradona sich zu irgendeinem Thema Wort meldet, sollte man es wohl so handhaben, wie früher auf dem Spielfeld. Erst in Deckung gehen, Diego kommen lassen, Ball abnehmen (auch wenn es gegen Diego Armando nie so einfach gewesen ist) und dann messerscharf kontern. Ob sich die mächtige FIFA allerdings überhaupt zu einem Konter gegenüber dem argentinischen Idol mit der Schwäche für südamerikanische Autokraten ( Linksaußen?) herablässt? Abwarten ist hier wohl angesagt.

Jedenfalls profilierte sich Senor Maradona nun in der Streitfrage des von der FIFA eingeführten Höhenlimits für Fußballpartien, nachdem in FIFA-Wettbewerbe in einer Höhe von über 2.750 Metern Partien nur noch ausgetragen werden dürfen, wenn den betroffenen Gästeteams eine Woche Zeit zur Akklimatisierung eingeräumt wird und ab einer Höhe von 3.000 Metern diese Zeitspanne sogar zwei Wochen beträgt. Offenbar hatte Maradona nach einem Benefizspiel in der Höhe der 3.600 Metern hoch gelegenen bolivianischen Kapitale La Paz gerade die zweite Luft...

Die Maßnahme ist lächerlich. Sie ist schändlich, wurde von Menschen entschieden, die niemals einem Fußball hinterhergejagt sind. Es ist eine rein politische Entscheidung,“ ereiferte sich Diego und setzte im Zuge eines verbalen Doppelpasses mit Boliviens Präsident Morales zu einer Grätsche gegen FIFA-Boss Blatter an:„ Man muss dort spielen, wo man geboren wurde. Nicht einmal Gott kann das verhindern, und ganz bestimmt nicht Blatter.“ Man hätte Diego das bewiesene Bergsteigerherz auf den Blick gar nicht zugetraut...

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