Sonntag, 3. Februar 2008

Seit 1971

Sonntag, der 3. Februar 2008. Bremer Weserstadion, milder Vorabend. Gestern Abend lief zum x-ten Mal der James Bond-Streifen „Im Angesicht des Todes“ mit einem Roger Moore in seinen besten Jahren auf der Mattscheibe. Zum gefühlt x-ten Mal hat es heut der Verein für Leibesübungen 1848 von der Castroper Straße aus Bochum versucht, an der Weser einen Sieg zu landen. Jupp Tenhagen, Tiger Gerland, Ata Lameck, Katze Zumdick, Rob Reekers, Stefan Kuntz, Dariusz Wosz oder wie sie alle heißen, haben es seit dem ersten Bundesligaaufstieg 1-9-7-1 bislang vergeblich versucht, irgendwie einmal in Bremen einen Sieg zu landen. Eine der wenigen Bochumer, die im Weserstadion tatsächlich Siege bejubeln durften, waren wohl Torsten Legat und Frank „Sprungkraft wie ein Toaster“ (Ge-)Fahrenhorst.

Nur die ackerten ja bekanntlich in der Defensive von Werder herum. Zählt also nicht. Aber dafür zählte es heute. Der Verlauf, natürlich ganz Sabine Töpperwienesk: „Bremen. Führungstor durch Jensen - Vierundvierzigste, noch vor der Halbzeit. Dann kam VfL-Neuzugang Ono in der Siebensundsechzigsten für den blassen Azaouagh und bereitete ne Minute später den Ausgleich des heute überraschend in der Startelf gestandenen Auer vor. Vier Minuten vor Schluss war Ono wieder zur Stelle, flankte auf den Algerier Yahia, der Wiese im Bremer Tor keine Chance ließ. Das war der Siegtreffer für den VfL, ein historischer...“ Ja, was nun VfL? Nen Gruß an Herbie Grönemeyer. Ob er nun ne Hymne über den heutigen Abend schreiben wird? Zurück ins Funkhaus!

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