Sonntag, 17. Februar 2008

Kein Superheld

Von Ronaldinho hat man in den letzten Wochen recht wenig Positives vernommen. Irgendwie wollte das Bällchen bei dem früher dauergrinsenden Fußball-Filou aus Brasilien nicht mehr so richtig laufen. Formkrise, Fehlpässe, Partynächte, Ersatzbank - ein Teufelskreis an sich der Ballzauberer ja beinah seine etwas hervorstehenden Zähne ausgebissen hätte.

Da gemeinhin Einsicht der erste Weg zur Besserung ist, hat die Numero zehn des großen FC Barcelona diesen Weg nun beschritten. Er will ja sicherlich nicht von Barca-Coach Frank Rijkaard degradiert nach Saisonende als Sommerattraktion im Camp Nou herhalten müssen, wo bekanntlich für 40.000 Euro Amateurteams aus aller Welt auf dem heiligen Rasen des Fußball-Tempels Freundschaftsspiele austragen dürfen (→ Bolzen in der Kathedrale).

„Auch wenn es vielleicht viele Leute glaubten, aber ich bin auch kein Superheld sondern nur ein Mensch und habe keine Superkräfte. Ich hatte ein Monat ohne spielen zu können, jetzt muss ich meine Form wieder finden. Jetzt möchte ich kämpfen um meinen Platz in der Truppe wieder zu bekommen“, erklärte Ronaldinho jüngst demütig und setzte seine leisen Worte sogar bereits in Taten um.

So schnappte er sich am gestrigen Samstagabend nach seiner Einwechslung im Ligaspiel von Barca gegen Saragossa nach einem Strafstoßpfiff den Ball und verwandelte den Elfmeter eiskalt sechs Minuten vor dem Spielende - es war der Siegtreffer für Barca und für THOR WATERSCHEI der Grundstein der Entscheidung, Ronaldinho zum neuen T(h)or der Woche zu ernennen, gerade weil Ronaldinho halt doch nur ein Mensch ist.

Über den T(h)or der Woche

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