Samstag, 9. Februar 2008

3:0 verloren

Also, das laxe Gastspiel von Jogis Löwen im Wiener Ernst-Happel-Stadion musste man ehrlicherweise erst einmal drei Tage sacken lassen und damit wohl genauso lange, als wenn einem Falcos dahergeleiertes "Vienna Calling" aus dem Radio in die Ohren fährt. Das österreichische Geschwafel von einem neuen C* ( Vorsicht Unwort!) ist na klar nur ein Strohhalm, um dort allmählich so etwas wie Europhorie entstehen zu lassen.

Nur, der 3:0-Sieg fühlt sich im Nachhinein schon beinah wie eine neuerliche Pleite gegen Hickes Austria an. Ungewohnt merkwürdige Ausflüge und Flugeinlagen von Jens Lehmann, unmotivierte Ballschiebereien ohne Esprit sowie ein tobender Jogi, lassen erkennen. Da wurde der 94. der FIFA-Weltrangliste (Numero 94) von Schweini und Konsorten teilweise ganz schön auf die leichte Schulter genommen. Hätte Austria nicht zumindest einen Stürmer in seinen Reihen gehabt, der einen Hauch von Kranklnder Kaltschnäuzigkeit besessen hat. Österreich wäre endgültig auferstanden aus Ruinen...

Treffsicher war man in Österreich daher vor allem tags darauf in der Analyse 0:3-Sieges. Vor allem der Standard schlug dabei genau in die richtige Kerbe: „Ein schrecklich nettes Debakel. Das Erstaunliche an der Partie war nicht das Resultat, sondern die Art, wie es zustande kam. Denn der Euro-Gastgeber hatte wirklich tolle Momente. Bedauerlicherweise ist aber Deutschland halt doch Deutschland. Fazit: Selten noch war eine Niederlage, die nur wie ein Debakel ausschaut, derart erfreulich.“