Donnerstag, 24. Januar 2008

Ohne Geparden

Hilfe, die Euro ist ja bereits in diesem Jahr. So mancher Zeitgenosse hat sein Urteil daher schon gefällt. Co-Gastgeber Österreich darf zwar in seiner Kapitale Wien das Endspiel dieser Euro veranstalten. Ansonsten spielt der Organisator anno Null Acht trotz etwaiger Cordoba-Fantasien angesichts seiner wenig Prohaskaesken Kicker keine Hauptrolle. Damit sich solch skeptische Visionen nicht bewahrheiten, rottet der gute Josef Hickersberger zurzeit seine besten Akteure vor den letzten Freundschaftsspielen zusammen.

Plötzlich beorderte "Hicke" dabei unter anderem den zuletzt suspendierten England-Legionär Emanuael Pogatetz sowie in den Portugal stürmenden Roland Linz, der jüngst bekanntlich im UEFA-Cup einen Treffer im Tor von Olli Kahn versenkte, in seinen Kader für das österreichische Testspiel gegen Deutschland - die "Cordoba-Wiederholungsgeneralprobe". Einer der besten Kicker Österreichs findet sich hingegen in Hickes erlauchten Kreis nicht wieder: Paul Scharner, der gemäß dem Motto seiner Internetseite den Weg des Geparden *Hüstel. Pardon.* beschreitet.

Der selbsternannte Gepard hatte seinerzeit etwas zu laut in Richtung Hickersberger und sich damit bei diesem aufs sogenannte Gepardenabstellgleis gebrüllt. "Hicke" wandte Scharner trotz dessen beachtlichen Leistungen beim Premier League-Klub Wigan den Rücken zu und schloss eine EM-Teilnahme Scharners kategorisch aus. Inzwischen ging der Gepard freilich etwas auf Kuschelkurs zu Hicke und hat nach versöhnlichem Knurren und einem missglückten Anruf auf dem Handy des österreichischen Fußballidols wohl dafür gesorgt, dass "Hicke" eine EM-Teilnahme Scharners unterdessen nur noch als "sehr unwahrscheinlich" einstuft.

Dass darf man wohl wiederum derart werten, dass "Hicke" seinem aufsässigen Gepard nicht sogleich das Fell über die Ohren ziehen wird und der vielleicht bei der Euro Null Acht doch noch seine Krallen ausfahren darf. Die Scharner-Soap wird also unverrichteter Dinge weitergehen...