Samstag, 12. Januar 2008

Klinsmann sucht Mister X...

Die Sensationsnachricht von gestern kommte man nun etwas sacken lassen - Jürgen Klinsmann wird neuer Bayern-Trainer. Um seinen neuen Masterplan jedoch erfolgreich umsetzen zu können, wird Klinsi aller Voraussicht einen neuen "Jogi" an seiner Seite brauchen. THOR WATERSCHEI hat sich intensiv über Mister X den Kopf zerbrochen und stellt teilweise augenzwinkernd seine elf Kandidaten in seiner neuen Rubrik ELEVEN vor:

Die 90er Generation

Lothar Matthäus: Klinsmanns einstiger Intimfeind als sein Assistent? Das wäre zwar für Matthäus so, als wenn der Teufel höchstpersönlich Weihwasser saufen würde. Aber „LM“ wäre dem Trainerposten bei seinem FCB damit sicher ein gutes Stückchen näher. Allerdings sollte der Bayern-Greenkeeper die allzu plötzlich entstehenden Maulwurfshügel an der Säbener Straße schnell entfernen.

Andreas Brehme: Die Trainerlaufbahn des Siegtorschützen des 90er WM-Finales ist nach Stationen beim 1. FC Kaiserslautern und in Unterhaching zuletzt etwas ins Stocken geraten. Der blonde Hamburger Jung duldet als Trainer zwar angeblich keine weiteren Weltmeister neben sich, würde bei „Klinsi“ aber sicher eine Ausnahme machen.

Klaus Augenthaler: Der Ur-Bayer hat sich als Trainer mittlerweile einen guten Ruf erarbeitet und ist bei dem Rekordmeister noch immer eine Institution. Hätte sicherlich nicht nur ein „Auge“ auf die Disziplin der Klose und Riberys bei den Übungen mit dem Deuser-Band, vielleicht aber auch auf…

Guido Buchwald: Mit „Guido-San“ hätte Klinsmann einen schwäbischen Gefolgsmann an seiner Seite, der so wie einst sein Jogi kühne Pläne am Taktiktisch schmieden könnte und in Japan sogar schon erfolgreich als Trainer gearbeitet hat. Außerdem hört sich das Duo "Klinswald" auch ganz gut an, oder?

Die Überväter

Giovanni Trapattoni: Mit den wenig schmeichelhaften Worten „vai a cagare“ strafte Klinsmann „Trap“ einst nach einer Auswechselung ab und trat sodann eine Werbetonne kaputt. Es ist daher fraglich, ob der Maestro seinem ehemals so wüsten Schützling tatsächlich mit Rat und Tat zur Seite stehen würde. Die Prämisse mit der Taktik- und Kluberfahrung erfüllt der italienische Titelsammler natürlich im Vorbeigehen.

Franz Beckenbauer: Klinsmann als Bayern-Trainer von Kaisers Gnaden? Oder Beckenbauer als Trainer-Assistent von Klinsis Gnaden? Ist ja auch egal. Die BILD-Zeitung wird uns schon über die richtige Konstellation informieren. Schaun mer einfach mal…

Berti Vogts: Mit dem „Terrier“ aus Büttgen hat Klinsi sich ja bekanntermaßen schon immer gut verstanden. Und als Trainer macht Berti ja wohl keiner mehr was vor, auch wenn er ähnlich wie sein schwäbischer Ex-Kapitän noch keinen Verein zum Champions League-Titel geführt hat.
Paule Breitner: Klinsi und Paule Breitner – das wäre was. Paule stellt für Klinsi alltäglivh die Hütchen auf, verteilt Leibchen und klingelt Freitag nachts bei Jan Schlaudraff durch, ob der auch brav die „Tagesthemen“ schaut. Und wenn nicht, erzählt er es allen, die es nicht wissen wollen, am Sonntag darauf in seiner BAMS-Kolumne.

Die Außenseiter

Werner Olk: Der ehemalige Bayern-Kapitän, früher ehrfurchtsvoll „Adler von Giesing“ genannt, hat seine Trainerlaufbahn schon lange beendet. Mittlerweile sitzt der bald 70-jährige Olk im Bayern-Verwaltungsbeirat, könnte aber als Abgesandter dieses Gremiums „Greenhorn“ Klinsmann täglich auf die Finger schauen.

Peter Neururer: Der weitgereiste Schnauzbartträger und Harley-Fahrer aus dem Ruhrgebiet könnte Klinsmanns mangelnde Erfahrung als Klub-Trainer mit seinen bislang gefühlten 120 Trainerstationen sicher aufwiegen. Ob beide nur die gleiche Sprache sprechen?

Jogi Löw: Eine Wiedervereinigung des kongenialen schwäbischen Duos käme überraschend. Aber den netten Herrn Löw kann Klinsi sich halt verlassen. Vielleicht empfiehlt sich Jogi ja sogar mit dem Europameistertitel.

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