Dienstag, 8. Januar 2008

My Arsenal # 12: Bye, bye in Burnley?

Arsenals gibt es in der weiten Welt des Fussballs viele. Unter anderem Arsenal Kiew, Arsenal Tula, Arsenal Berekum aus Ghana oder Arsenal de Sarandì aus Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires entstanden in Gefolgschaft des ehrwürdigen Arsenal Football Clubs aus London, der allerdings und das weiß nicht nur Nick Hornby das einzig wahre Arsenal ist…

Am vergangenen Sonntag, dem ersten im neuen Jahr, durfte Jens Lehmann mal wieder zwischen den Arsenal-Pfosten stehen. In der auf der Insel traditionell am ersten Januarwochenende steigenden 3. Runde des FA Cups gastierte Arsenal beim Zweitligisten FC Burnley. Und von den Dächern des altehrwürdigen Turf Moors, des zweitältesten englischen Stadions, pfiffen die Spatzen in der englischen Wintersonne die traurige Melodie des Abschieds.

Weil Arsene Wenger anstelle von Jens Lehmann demnächst wohl wieder seinem spanischen Torwarthandschuhträger Almunia den Vorzug geben wird und Lehmann aller Voraussicht in diesem Januar doch noch in die Bundesliga zurückkehren wird, darf man Lehmanns Intermezzo im beschaulichen Burnley wohl als sein Abschiedsspiel für die Kanoniere aus dem Londoner Norden ansehen. Sein Abschiedsspiel für Arsenal hatte Lehmann sich zwar getreu dem Motto „Barcelona statt Burnley“ wahrscheinlich etwas anders vorgestellt. Der Gedanke dürfte jedenfalls nicht so einfach von der Hand zu weisen sein.

Denselben Gedanken hatte nach dem 2:0-Sieg wohl auch Arsene Wenger und wurde bei dem Gedanken, dem guten Jens „Au Revoir“ sagen müssen, unerwarteterweise sogleich etwas wehmütig: „Jens hat eine fehlerlose Vorstellung abgeliefert und zu 100 Prozent professionell agiert. Wird er bleiben? Ich wünsche mir, dass er bleibt.“

Da das Fußballerleben aber kein Wunschkonzert ist und Wenger den Lehmannschen Wunsch nach einer Degradierung Almunias offensichtlich nicht erfüllen wird, wird der weise Monsieur Wenger zu seinem einstigen Meisterkeeper dem Anschein nach tatsächlich Lebe wohl sagen müssen.

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