Freitag, 30. November 2007

Tag der Idole

30. November, welch ein Tag. Denn an diesem Tag erblickten gleich drei Idole das Licht der Welt. Zum einen der legendäre brasilianische Verteidiger Aldair, der 1994 seinen filigranen Landsleuten vom Zuckerhut Weltmeister wurde und heute mit nunmehr 42 Jahren seine Karriere beim sanmarinesischen (!) Klub S. S. Murata in Europas kleinster Republik ausklingen lässt.

Weiter Punkbarde Billy Idol, schon vom Namen her ein Idol, der zwar von der Tatsache herrühren soll, das Billy in der Schule von seinen Lehrer als Idle (faul) eingestuft wurde. Mit Fußball hat der Brite nur insofern etwas am Hut, weil er zwar nicht für den Chelsea Footbarr Club spielte, aber immerhin in einer Band namens Chelsea. Nach turbulentem Leben hat der 52-jährige Idol seiner Drogensucht nunmehr die Rote Karte gezeigt und beschränkt sich allein wieder auf die Singerei.

Last but not least in diesem Trio der Idole ist Englands Mittelstürmer-Legende Gary Lineker zu nennen, der heute sein 47. Lebensjahr vollendet und nach seinen schier unendlich vielen Treffern in seinem Kickerleben dem Anschein nach noch immer keine Gelbe oder Rote Karte gesehen hat. Welch ein Tag, THOR WATERSCHEI hatte ihn sich jedenfalls fett in seinem kleinen Kalender markiert...;-)

Donnerstag, 29. November 2007

Alternder Bulle

Wenn der Name Hakan Sükür fiel, dann schlug im abgelaufenen Jahrzehnt das Herz des gemeinen türkischen Fußballfans, insbesondere derjenigen, die frenetisch und fanatisch Galatasaray die Daumen halten, ziemlich hoch. Der mittlerweile 36-jährige Torjäger, von seinen Verehrern gerne „Kral“ , was soviel wie König bedeutet, oder „Bulle vom Bosporus“ genannt, fand in seiner langen Laufbahn vor allem bei Gala sein Glück.

Bei seinen drei Stationen in Italien, beim AC Turin, Inter Mailand oder dem FC Parma sowie bei seinem Intermezzo in Blackburn dagegen weniger. Neben sieben türkischen Meisterschaften und fünf Pokalsiegen feierte der beliebte Rekordschütze der ersten türkischen Liga neben unzähligen Triumphen in den berühmt-berüchtigten Istanbuler Derbys gegen Besiktas und Fenerbahce auch anno 2000 mit Gala beim Gewinn des UEFA-Pokals im Kopenhagener Finale gegen Arsenal London den bisher größten Erfolg in Galatasarays Vereinsgeschichte.

Nach über 240 Toren ist der 109-malige türkische Internationale aber nicht nur im Team Türkiye mehr gefragt. Galatasarays deutscher Trainer Kalli Feldkamp setzte den alternden Bullen vom Bosporus auch bei Gala aufs Altenteil. „Wir bauen ein neues Team auf und da ist für ihn kein Platz. Er sollte seine Karriere zum Saisonende beenden, ansonsten müssen wir uns trennen“, stellte Sükür Galatasarays Vizepräsident Adnan Polat nun anheim.

Galatasarays König will die bevorstehende Abdankung aber natürlich nicht einfach so hinnehmen und proklamierte, noch zwei weitere Jahre weiterspielen und im Notfall gar den Klub nochmals wechseln zu wollen. Es heißt dann wohl tatsächlich: Güle, güle, Galatasaray! Doch ob Sükür woanders als im gelb-roten Galatasaray-Dres auf seine alten Tage noch einmal glücklich wird?

Dienstag, 27. November 2007

Offene Tür

Wie es einem hochverehrten Ehrenspielführer wie Lothar Matthäus gebührt, hat THOR WATERSCHEI "LM" in seinem Klubhaus eine gemütliche Loge eingerichtet und lässt den einstigen Weltmeister und Weltfußballer dort seine Bonmots zum Besten geben...

Uli Hoeneß, der erfolgreiche wie wortgewaltige Bayern-Manager, der seine Fans für 7,00 Euro in den mitunter stimmungsarmen Zirkus Allianz Arena lässt, gilt gemeinhin als Pfundskerl, der stets ein offenes Ohr für seine Schützlinge hat. Klar knallhart und wütend mit hochrotem Kopf kann der Hoeneß Uli ebenfalls sein, dass war nicht erst seit der jüngsten JHV des FCB bekannt. Das bekam der gute Lothar Matthäus trotz seiner etlichen Meisterschaften, Pokalsiege und weiteren Titel speziell nach seinem Abschiedsspiel zu spüren.

Zankte Lothar doch seinerzeit um die Einnahmen seines finalen Spiels, weshalb der Hoeneß Uli danach postulierte, dass Matthäus unter seiner Regentschaft noch nicht einmal Greenkeeper bei den Bayern werde. Nach Wanderjahren in der weiten (Trainer-)Welt des Fußballs gab es nun bei Hoeneß jedoch die gedankliche Kehrtwende in Sachen Matthäus. Er könne sich den Trainer Lothar Matthäus beim FC Bayern gut vorstellen, sobald der inzwischen 46 Jahre alte deutsche Rekordnationalkicker seinen Trainerschein gemacht habe. Matthäus' Reaktion? Vorstellbar, oder?

Von wegen sich beim bajuwarischen Weltverein selbst ins Gespräch...Lothar schäumte vor Freude und kann sich natürlich eine Rückkehr nach Bajuwaristan vorstellen. „Ein Angebot der Bayern kann man nicht ablehnen. Bayern ist was Besonderes, wie die Nummer 10 bei Brasilien“, so Matthäus gegenüber der Münchner tz. In der Abendzeitung legte Matthäus nach: „Klar wäre Bayern eine interessante Geschichte, da kann kein Spieler oder Trainer nein sagen. Und wenn der Uli so etwas sagt, schmeichelt mir das.“ Schaun mer also mal, wie der Kaiser, des Matthäus' Patron, sagen würde, gell?

Ohne Heino

Fortuna Düsseldorf, anno 1979 mit den Allofs-Brüdern im Sturm und Otto Rehhagel auf der Trainerbank Europapokal-Finalist gegen den FC Barcelona, hat die letzte Dekade seiner Vereinsgeschichte bekanntlich in den Niederungen der dritten deutschen Liga verbracht. Aufhorchen ließen die Fortunen übrigens in letzter Zeit vor allem dadurch, dass die Freunde der Fortuna sich an Radio Fortuna, dem auf der offiziellen Internetseite des Traditionsvereins befindlichen Podcast von Fortuna Düsseldorf erfreuen können.

Dort findet der gemeine DD-Fan alles über seinen Lieblingsverein vom Flinger Broich, was ihn so interessiert und bewegt. Und das schon seit 26 Ausgaben. Da macht es auch nichts, wenn zwischendurch Calli Calmund, der nach seinem Abgesang bei der Leverkusener Werkself nun mit der werten Fortuna dicke ist, im Jingle grüßt. Erklären in dem Radio musste jüngst vor allem Düsseldorfs Ikone Thomas Allofs, dort ebenfalls im Vorstand beheimatet, warum man den beliebten Trainer Uwe Weidemann entließ.

Der wegen seiner semmelblonden Haare schlichtweg "Heino" genannte gebürtige Thüringer hatte sich mit seiner Equipe nach fulminantem Start, inklusive acht ungeschlagenen Auftaktpartien, in die Saison eine sogenannte schöpferische Pause gegönnt, war infolge nur zweier Siege in den acht weiteren Spielen vom Platz an der Sonne der Regionalliga Nord auf Rang drei abgerutscht und schließlich wegen mangelnden Erfolgs vor die Tür der schmucken LTU-Arena gesetzt worden.

Dort wurde nun wenige Wochen später, unter Interimstrainer Wolf Werner (ja, es gibt ihn noch) die Herbstmeisterschaft gefeiert, von der im Fortuna-Radio nach einem 2:0-Sieg natürlich stolz berichtet werden durfte. Schade nur für "Heino" Weidemann, dass man die Herbstmeisterschaft an der Kö nun ohne ihn gefeiert hat. Aber vielleicht lässt er sich ja dadurch trösten, dass die Lieder des richtigen Heino in Fortunas Haussender auch nicht gespielt werden. Hinsichtlich Heinos Nachfolge ist Radio Fortuna übrigens auch recht aktiv.

Ein Nachfolger für Weidemann konnte zwar noch nicht rekrutiert werden. Immerhin fand Radio Fortuna in der Kurve der LTU-Arena bei seiner Umfrage heraus, dass ein gewisser Peter Neururer dort nicht gerade der Wunschkandidat der Fortuna-Fans ist. Denn der würde angeblich immer für Randale sorgen...

Montag, 26. November 2007

Steine auf Ewald

Ewald Lienen, der Gegenentwurf zu den Friedel Rauschs dieser Fußballwelt, hat in seiner langen Karriere schon so manches mitgemacht. Anfang der achtziger Jahre packte der Bremer Eisenfuß Norbert Siegmann eine Blutgrätsche gegen den damaligen Bielefelder Linksaußen aus und schlitzte Lienen mit seinen Stollen den Oberschenkel auf. Dass Lienen den ehrwürdigen Otto Rehhagel im Nachhinein als Anstifter für die Siegmannsche Stollenattacke ausmachte, vergessen wir hier einfach mal.

Unvergesslich hat sich Diplom-Pädagoge Lienen ebenfalls durch seine akribischen Notizen auf seinen Trainerbänken gemacht und ist seither unter dem Pseudonym "Zettel-Ewald", augenzwinkernd gesagt, nicht nur in seiner ostwestfälischen Heimat ein Begriff. Die hanebüchenen Klischees über den verhinderten Ökotrophologen Lienen sowie die Anekdoten über seine Trainerentlassungen sparen wir uns daher an dieser Stelle. Denn mittlerweile hat der ehemalige Friedensaktivist seinen Frieden in Griechenland gefunden. Von wegen also, da wurde eine Eule sprichwörtlich nach Athen getragen...

Führte der bald 55-Jährige, der in jüngeren Jahren neben seinem unermüdlichem Kampfgeist mit Ziegenbärtchen anzutreffen war, doch zuletzt den drittgrößten Verein aus Athen, Panionos, überraschend in den UEFA-Cup. Mit dem Frieden in Athen war es aber leider insbesondere gestern für den guten Ewald kurzweilig vorbei. Nach Athens erfolglosem Gastspiel in Griechenlands Super League bei PAOK Saloniki stoppten unbekannte Hooligans den Panionos-Bus und bewarfen ihn mit Steinen.

Lienen selbst wurde von einem Stein, der durch die Windschutzscheibe des Busses geflogen kam, an der Brust getroffen worden. Eine ärztliche Behandlung lehnte Lienen aber ab - er ist ja nicht zuletzt seit Norbert Siegmanns Grätsche Schlimmers gewohnt, Mal sehen, ob für Lienen der Friede wieder nach Athen zurückkehrt...

Sonntag, 25. November 2007

Trottel mit dem Regenschirm

Woran Steve McClaren bei seinem fast zweijährigen Intermezzo als englischer Nationaltrainer tatsächlich gescheitert ist, das ist eine mehrdimensionale Frage. Waren die Trainerfähigkeiten des Rotschopfs, der vor nicht allzu langer Zeit das Durchschnittsteam des FC Middlesbrough ins UEFA-Pokalfinale geführt hatte, etwa nicht ausreichend für die Three Lions. Warum hatte Mister McClaren nicht eingesehen, sich einen der nicht allzu prächtigen, aber zumindest erfahrenen englischer Torsteher für die entscheidenden Partien in der EM-Qualifikation herauszupicken.

Oder haben Gerrard, Rooney, Lampard & Co. etwa ihre Gruppengegner, allen voran Kroatien auf die leichte Schulter genommen? Englands gnadenlosen Tabloids schäumten jedenfalls nach dem EM-Aus am vergangenen Mittwoch gegen Kroatien und hatten den Schuldigen eigentlich sofort ausgemacht. Den blassen McClaren, der sich während der schmerzhaften 90 Minuten im Londoner Regen unter seinem Schirm versteckt hatte, hatte sich Englands Presse ausgeguckt. Obschon sie ihn, der verächtlich McClown genannt wurde, eigentlich schon im Laufe seiner Amtszeit von 15 Monaten auf dem Kieker gehabt hatten.

The Telegraph: „Zum Frühstück wird McClaren getoastet. Niemand wird seinen Abschied bedauern. Vergesst die 25 Millionen Menschen, deren Identität in der Post verloren gegangen ist. Ein ganzes Land hat seine Identität im durchnässten Wembley verloren. Das Symbol einer Nacht der tausend Tränen war McClaren, der hilflos an seiner Bank stand und sich mit einem Schirm vor dem Regen schützte, wohlwissend, dass ihn der nicht vor dem niederprasselnden Groll und letztendlich dem fallenden Vorhang bewahren würde.

Daily Mail: „Große Anführer inspirieren ihre Männer zum Ruhm. Steve McClaren wird in Erinnerung bleiben als der Trottel mit dem Regenschirm. Er schien 'Singing in the rain' vorzusingen. Hat er versucht, nach der Leichtigkeit von Fred Astaire zu rufen? Der Schirm, unter dem Steve McClaren letzte Nacht stand, mag ihn vor dem Regen geschützt haben, aber vor nichts anderem. Nicht vor der Flut von Beschimpfungen des verärgerten Wembley-Publikums. Nicht vor dem Urteil, dass ihn als schlechtesten England-Coach der Geschichte ausweist. Und sicher nicht vor der Entlassung.

Am Donnerstag wurde McClaren dann vom englischen Fußballverband entlassen. Am heutigen Sonntag wird der Rotschopf nunmehr von THOR WATERSCHEI zum neuen T(h)or der Woche ernannt...mal sehen, wann er künftig wieder eine Ehrung erhält...

Au au Austria...

Jaja, das arme österreichische Fußballherz. Zunächst forderten bekanntermaßen österreichische Fußballästheten, dass die gute alte Austria ihren Startplatz bei der Euro 2008 zugunsten einer sogenannten schöner spielenden Nation zur Verfügung stellten sollte, nachdem Pogatetz & Co. ihre Landsleute nicht gerade mit feinem Kaffeehaus-Fußball verwöhnten.

Weiter addierten kühne Rechner vor dem österreichischen Länderspiel gegen England, dass der österreichische 23er-Kader genauso viel wert sei, wie Englands Frank Lampard - nämlich rund 40 Millionen Euro. Dies wiederum verleitete einige User in einem Fanforum gar zu der augenzwinkernden Chuzpe, dass die Österreicher wahrscheinlich auch beim 23 gegen 1 gegen Lampard verlieren würden.

Doch dem Spott nicht genug. Da zudem Österreichs aktueller Status Quo im globalen Fußball das tiefe fußballerische Tal der Alpen-Republik unterstreicht. Rang 91 spricht die gute alte FIFA dabei dem Land der Krankls, Prohaskas und Polsters nunmehr zu, wodurch Rot-Weiß-Rot derweil seinen historischen Tiefstand in dem FIFA-Klassement erreicht. Das veranlasste die FIFA übrigens dazu Österreich bei der anstehenden Auslosung der WM-Qualifikationsgruppen in den fünften von sechs Lostöpfen einzuordnen.

Dort darf Österreich nun charmant zu Aserbaidchan, Armenien oder Kasachstan Servus sagen. Oh, Cordoba, was warst du schön, wird sich da wohl so mancher Fußballfreund der Alpen-Republik sagen...

Schwarze Revolution

In diesem kleinen Fußball-Blog wird es heute semipolitisch. Denn in der Ukraine ist es mal wieder Zeit für eine Revolution. Nicht, dass die einstige orangene Revolution ihren Glanz schon verloren hätte. Nein, bei Dynamo Kiew, dem fußballerischen Vorzeigeobjekt der Ukraine hat Oleg Luschni, der inzwischen der vierte Trainer Dynamos seit dem Sommer ist, eine Revolution angekündigt bzw. hält diese dem Vernehmen nach bei dem amtierenden Meister des ehemaligen UDSSR-Staates für unvermeidbar.

Luschni plant , um in der Farbenlehre zu bleiben, offenbar aber keine orangene Revolution. Sondern, wenn man so will, eine schwarze. Verkündete Luschni doch eine "schwarze Liste" zu haben. „Lassen sie es mich offen sagen: Ich habe so etwas wie eine schwarze Liste von Spielern, die nicht den Ansprüchen von Dynamo genügen.“ Das sei laut Luschni im Übrigen die halbe Mannschaft. Neben der fehlenden Erfolge Kiews in der heimischen Meisterschaft, war Dynamo vor allem in der Champions League-Gruppephase, vor allem bei Manchester United gehörig unter die Räder gekommen.

Samstag, 24. November 2007

Rule Britannia

Spinnen die Briten? Wohl nicht, denn der Brite an sich ist halt fußballverrückt. Nachdem sich weder England noch Schottland oder gar Nordirland oder Wales für die Euro 2008 qualifizierten, haben die Briten, allen Premierminister Gordon Brown eine eigene Idee ausgeheckt, dass für Britanniens Team im kommenden Sommer doch der Ball rollt.

„Home Internationals“ heißen die Zauberwörter, respektive das anno 1984 eingestellte Turnier zwischen den britischen Landesteilen, das England 51 Mal , Schottland 41 Mal, Wales 12 Mal sowie Nordirland/Irland acht Mal für sich entschieden hatten.

„Ich weiß, dass sich jeder Fußballfan in Britannien auf einen Sommer voller Fußball gefreut hat. Wir haben zwar Olympia, aber das ist eine große Enttäuschung. Einige Leute fordern daher eine einmalige Neuauflage der Home Internationals. Das würde mir auch großen Spaß machen. Ich habe noch tolle Erinnerungen an die Spiele in den 60er und 70er Jahren. Die Fußballverbände und die Vereine sollten sich das wieder überlegen“, regte Brown an.

Unvergessen ist im Übrigen, wie Schottland 1977 im alten Wembley die britische Trophäe errang und danach Schottlands Fans den Wembley-Rasen stürmten, in ihrer Euphorie die Tore niederrissen und Rasenparzellen mit nach Hause nahmen...

Wir sind die Guten!

Im Gästeblock von THOR WATERSCHEI erzählen Fußball-Fans von ihrem Lieblingsverein. Den Auftakt macht Nils Reschke, dessen Herz für Werder Bremen schlägt und der Dank der Diegos, Micouds, Ailtons , Wynton Rufers und wie sie alle heißen die „perfekte personifizierte Gänsehaut“ erhält ...

Diese Frage muss ich mir häufig anhören. Wie wird ein Münsterländer, der zudem über die niederländische Grenze in Rijkaard-Manier spucken könnte, Werder-Fan? Da gäbe es doch Preußen Münster. Eben drum! Irgendwo zwischen Regional- oder Oberliga sein Herz auszuschütten, dafür war es mir als kleiner Junge instinktiv zu schade. Direkt in der Nachbarschaft spielt zwar Twente Enschede sogar Erstliga-Fußball. Aber wachst ihr mal „vlak bij“ Holland auf. Da würden Onkel und Tante bei jedem Kaffeeklatsch das gute Käse-Sahne-Stück im Hals hängen bleiben. „Nils fährt mit dem Rad jetzt immer nach Enschede – zum Fußball!“ Ne, lass mal!

Wieso, weshalb, warum also? Zarte Tuchfühlung zu den Grün-Weißen nahm ich auf, als Rudi Völler dort noch auf Torejagd ging. Und zwar nicht von schlechten Eltern. Auf dem Bolzplatz, ja die gab es wirklich mal, kickten wir jede freie Minute. Dann aber ging Rudi – genau genommen, er war im Begriff, sich zum AS Rom zu verabschieden. Wenn ich es mir recht überlege: Im Mittelstürmer mit der Nummer neun liegen die Wurzeln dieser Liebe. Und dank des FC Bayern – ja, richtig gelesen – flammte diese Leidenschaft erst so richtig auf. Das muss ich ob der Dramatik nun wohl so erzählen. Schließlich bin ich am 28. Mai 1975 geboren, jenem Tag, an dem die Münchner den Europapokal der Landesmeister feierten.

Doch tatsächlich: Die Bilder von Holzfäller Augenthaler, Rudis Sturzflug und seine Verletzung fast für den Rest der Saison 1985/86 haben sich in mein Hirn gebrannt. Am vorletzten Spieltag kehrte Völler zurück, wurde gegen die Bayern kurz vor dem Abpfiff eingewechselt und holte prompt gegen Sören Lerby einen Handelfmeter raus. Und dann Kutzop, immer wieder Kutzop. Klatsch, an den Pfosten! Als die Bayern eine Woche später den Bremern doch noch die Butter vom Meisterbrot nahmen, saß ich vorm Fernseher. Die gute, alte Sportschau, Karl „Knallgöwers“ Schüsse mitten ins Werder-Herz. Diese derart hochnäsige und arrogante Art und Weise, diese nun wirklich hässlichste Salatschüssel der Welt zu feiern wie es die Bayern taten, war mir selbst als kleiner Junge zuwider.

Sicher: Ich hätte mich noch entscheiden können. Für Udo und Uli, gegen Otto und Willi. Aber es war so, als hätte mir Rudi Völler zum Abschied höchst persönlich diesen Brief in die Hand gedrückt, den wohl jeder Teenager einmal zwischen die Finger bekommt. „Willst Du mit mir gehen? Kreuze an: Ja – Nein – Vielleicht“. Ohne auch nur mit den Wimpern zu zucken griff ich den imaginären Bleistift und setzte neben dem Kreuz bei „Ja“ auch noch drei dicke Ausrufezeichen!!! Selbstverständlich wollte ich. Bereut habe ich es nie. Werder Bremen bietet auch 20 Jahre später keinen Platz für Langeweile – sehr wohl aber für Emotionen. Rune Bratseth, Kiwi Rufer, Andi Herzog, die Weser-Wunder, Ailton, Micoud und jetzt Diego. Ich hab sie kommen und gehen gesehen. Ein Sammelsurium für die perfekte personifizierte Gänsehaut.

Als Journalist und Autor ärgere ich mich nur, dass nicht mir selbst diese Worte schon längst eingefallen sind. So bleibt mir nur, den geschätzten Kollegen Zeigler – seines Zeichens auch Stadionsprecher im Weserstadion – zu zitieren: „Nicht jeder Mensch mag Werder Bremen. Aber fast jeder Fußballinteressierte in Deutschland honoriert, respektiert und/oder mag das, was hier passiert. Und wisst Ihr warum? Weil wir die Guten sind!“

Nils Reschke ist Chefredakteur der deutschen Seiten von Goal.com und arbeitet als Freier Journalist und Autor in Gronau.

P.S.: Nur einmal noch habe ich „Ja“ angekreuzt. Aber ich verspreche hoch und heilig: abseits des grünen Rasens. Und dafür würde ich mir selbst das Trikot wie beim Torjubel über meinen gestählten Body ziehen und die Gelbe Karte in Kauf nehmen. Danke, dass Du diesen ganzen Irrsinn mitmachst. Werder kann auf Diego nicht verzichten. Für mich bist Du meine kleine Diega!

Freitag, 23. November 2007

Gazza for England?

Ist er auch ein Kandidat für den vakanten englischen Trainerposten? Sein erstes Intermezzo auf der Trainerbank dauerte beim englischen Sechstligisten Kettering Town im Herbst 2005 39 Tage...ein Engagement beim walisischen Traditonsklub Merthyr Tydfil blieb Gazza im Anschluß leider versagt. Ob diese Referenzen ausreichen? Der Spiegel meint jedenfalls zu wissen, dass es wohl nie einfacher war, Trainer des Mutterlands des Fußballs zu werden.

Großer Brückenbauer?

Leidet Roberto Donadoni, Italiens Nationaltrainer, nach der geglückten Qualifikation seiner Italiener für die Euro 2008 etwa unter Größenwahn?

Der einstige Mittelfeldstratege des AC Mailand verglich seine Entwicklung als Verantwortlicher der Squadra Azzurri mit Papst Benedikt XVI.: "Ich möchte nicht blasphemisch klingen, aber die Geschichte von Benedikt XVI. ähnelt in gewisser Hinsicht meiner. Benedikt XVI. wurde nach dem unvergesslichen Pontifikat von Johannes Paul II. ernannt, als alle noch den polnischen Papst im Herzen hatten. Ich habe die Führung des Nationalteams zur allgemeinen Überraschung nach der Ära von Marcello Lippi übernommen, der gerade die WM gewonnen hatte."

Für ihn sowie für den Papst habe es ständig Vergleiche mit ihren Vorgängern gegeben, doch Donadoni merke, dass die Leute ihn und den Papst jetzt kennengelernt hätten. Neue Brücken zu den ins Abseits geratenen italienischen Fußball-Ikonen Alessandro Del Piero und dem zurückgetretenen Franceso Totti konnte Signore Donadoni aber trotz der glücklichen Qualifikation bisher nicht bauen.

Liebesgrüße aus Moskau

Für die drei besten kroatischen Feldspieler sowie Torhüter Stipe Pletikosa hatte Leonid Fedun, Milliardär und Boss des russischen Erstligisten Spartak Moskau, jeweils einen Mercedes ausgelobt, sollte den Kroaten ein Sieg gegen England gelingen und Russland dadurch zur EURO fahren dürfen.

Nach dem denkwürdigen kroatischen Triumph in Wembley verlangte die Zeitung Komsomoliskaja Prawda, dass Wort gehalten werden müsse : "Wir hoffen, dass Abramowitsch, Fedun und andere Persönlichkeiten unseren Brüdern ihren Dank aussprechen werden."

Unterdessen stapelten sich vor der kroatischen Botschaft Blumensträuße, Plüschtiere, Fanschals und andere Aufmerksamkeiten, wie ein kroatischer Diplomat in Moskau der Agentur Interfax mitteilte. Ein Pfund roter Kaviar und eine Flasche Wodka seien im Übrigen ebenfalls abgegeben worden...

Donnerstag, 22. November 2007

Chaos

Die englische Zeitung The Independent zum gestrigen schmachvollen englischen Aus in der EM-Qualifikation, nach der 2:3-Niederlage der Three Lions gegen Kroatien:

„Ein Chaos. Ein Chaos von Matsch, Comebacks, Verzweiflung und Hoffnung, aber am Ende, herzzerbrechend, eine Nacht des Scheiterns. In dieser Nacht hat die so genannte goldene Generation ihren monumentalsten Fehler gemacht.“

„Zum Frühstück wird McClaren getoastet. Niemand wird seinen Abschied bedauern. Vergesst die 25 Millionen Menschen, deren Identität in der Post verloren gegangen ist. Ein ganzes Land hat seine Identität im durchnässten Wembley verloren. Das Symbol einer Nacht der tausend Tränen war McClaren, der hilflos an seiner Bank stand und sich mit einem Schirm vor dem Regen schützte, wohlwissend, dass ihn der nicht vor dem niederprasselnden Groll und letztendlich dem fallenden Vorhang bewahren würde,“ urteilte der Telegraph über Englands inzwischen entlassenen Coach Steve McClaren.

Dienstag, 20. November 2007

Torero

Mario Gomez, der Torjäger des VfB Stuttgart ist schon ein komischer Schwabe. Geizt so gar nicht mit Toren und ebenso nicht mit außergewöhnlichem Torjubel. Der Sohn eines spanischen Vaters firmiert sich Treffern in gegnerische Gehäuse gern zum Torero, was im vergangenen Sommer sogar eine aus Turin stammende ehrwürdige Alte Dame bis ins Schwabenland wackeln ließ.

Senior Gomez Garcia erhielt allerdings nun ob seines Torjubels Post von der Tierschutzorganisation PETA, die seine Torero-Geste ausdrücklich missbilligte und Gomez aufforderte, dass er sich doch bitte vom Stierkampf distanzieren und seine bedingungslose Tierliebe beteuern möge.

Gomez nahm die PETA anschließend allerdings nicht verbal auf die Hörner und bekundete vielmehr brav, sehr wohl ein Tierfreund zu sein. Ob er dennoch nach seinem womöglich nächsten Treffer morgen Abend gegen Wales wieder für die PETA ein Rotes Tuch wird? Wie folgerte die WELT heute auf ihrer Internetseite - Greenpeace hätte seinerzeit Bruno Labbadia nach seinen berüchtigten Sägen ja auch nicht zum Schutz des Regenwaldes verhaften lassen.

Würde Gomez übrigens gegen die Waliser, in Britannien beinahe ehrfurchtsvoll infolge ihres Wappentieres Dragons genannt, sofern er das Siegtor schießen würde, dadurch ebenfalls zum Drachentöter?

Tommy-Oper?

Nachdem Huub Stevens beim ehrwürdigen HSV bald tot ziens in Eindhoven sagt, sind die Hanseaten auf der Suche nach einem Nachfolger für den knorrigen Holländer. THOR WATERSCHEI hat sich Gedanken über einen adäquaten Nachfolger gemacht und befürwortet ganz klar ein Engagement des Hamburger Idols Thomas von Heesen.

Der ist nach langen und erfolgreichen Jahren bei Arminia Bielefeld bekanntlich von der Alm abgestiegen und hat dem guten alten Arminia-Fahrstuhl zunächst als Manager, dann als Trainer nicht nur eine sperrige Bremse verpasst. Nein, der blonde Tommy, ein Schüler von Branko Zebec und Ernst Happel, ließ auch nach Rapolderschem Systemfußball in Ostwestfalen fein das Bällchen laufen und sorgte dafür, dass aus Bielefeld trotz knapper Kasse eine recht attraktive Adresse in der Bundesliga wurde.

Der Fußball an der Elbe muss ja nicht gleich zur Tommy-Oper avancieren. Aber erfolgreicher Offensivfußball, dann noch von einer HSV-Ikone initiiert, das würde sicherlich nicht nur dem Kuchenblock im Volkspark schmecken.

Montag, 19. November 2007

Adios

Ein kurzes Adios sendet THOR WATERSCHEI nach Costa Rica. Denn dort hat das costaricanische Fußball-Idol Paulo Wanchope die Zeichen der Zeit erkannt und nach über einem Jahrzehnt der Wanderschaft über vier Kontinente infolge anhaltender Knieprobleme seine Stiefel an den Nagel gehängt.

Wanchope schnürte unter anderem für West Ham United, Derby County, Manchester City in England, den FC Malaga in Spanien, für den argentinischen Klub Rosario sowie in Japan und Katar seine Fußballschuhe.

In 75 Länderspielen für die Ticos erzielte der drahtige Angreifer 45 Treffer, zwei davon im Übrigen im Eröffnungsspiel der WM 2006 gegen Gastgeber Deutschland. Die costaricanische Kobra beißt also nicht mehr und befindet sich wie sein deutsches Kobra-Pendant Jürgen Wegmann nunmehr im Ruhestand...

Malta-Fuß?


Es rappelt derweil im Karton zwischen der deutschen Fußball-Legende Rudi Völler, seines Zeichens Bundestrainer a. D., und Golden Goal-Ikone und Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff. Die sogenannte Büchse der Pandora ist die von Deutschlands aktuellem Bundestrainer Jogi Löw und Bierhoff goutierte Spielphilosphie, die Völler in seiner Funktion als Sportdirektor von Bayer Leverkusen auf die Palme trieb. Zudem wohl ein von Bierhoff angesichts des schwachen Abschneidens der deutschen Vereine im Europacup vorgeschlagener runder Tisch mit den Klubtrainern.

Im Kicker entledigte Völler sich seines Verdrusses über dieses Thema und riet Bierhoff einerseits zu mehr Demut. Andererseits legte Völler ihm nahe: „Oliver Bierhoff sollte sich in den nächsten Tagen bei Dr. Müller-Wohlfahrt untersuchen lassen. Das permanente Sich-selbst-auf-die-Schulter-klopfen muss doch schmerzhafte Schädigungen nach sich ziehen.“

Zudem hatte Völler noch einen verbalen Tiefschlag für Bierhoff parat: „Mit Spielern, die Clubs wie Köln, Bayern München, Stuttgart, Bremen oder Bayer Leverkusen ausgebildet haben, kannst du diese Philosophie umsetzen. Die Philosophie für den Spieler Oliver Bierhoff, die musste noch erfunden werden. Aber wenn du zum Beispiel einen Spielertypen wie Oliver Bierhoff im Team hast, kannst du eben auch nicht brasilianisch spielen ... Brasilianische Spielweise einfordern mit Füßen aus Malta, das geht eben nicht.“

Völler nächste Wutrede nach jenem 0:0 im September 2003 in Reykjavik beurteilte der smarte Bierhoff als Kritik nach „Stammtisch-Art“ und bezeichnete die Wortwahl als „absolute Frechheit“. THOR WATERSCHEI erinnert sich übrigens noch gut daran, wie vor über fünf Jahren Teamchef „Tante Käthe“ Bierhoff als Kapitän der Nationalelf absetzte...brasilianischer hat Carsten Jancker damals bei der WM in Japan und Südkorea allerdings auch nicht im deutschen Sturm gespielt...

Sonntag, 18. November 2007

Mr. Mercedes

Vor den Fersehschirmen in den englischen Pubs wurde gestern Abend zünftig gefeiert, nachdem Israel gegen Russland Englands größtem Rivalen in der Qualifikation für die Euro 2008 in Österreich und der Schweiz in letzter Minute ein 2:1 abrang und England nach zuvor aussichtloser Position nunmehr im Londoner Wembley-Stadion am Mittwoch gegen bereits qualifizierte Kroaten nur noch ein Pünktchen für das erhoffte EM-Ticket benötigt.

Als neuer „englischer“ Nationalheld ist daher Israels 25-jähriger Angreifer Oman Golan, der der „Nivcheret“ mit seinem Last-Minute-Treffer den späten Sieg im Ramat Gan-Nationalstadion schenkte. Sich selbst hat er im Übrigen mit seinem Siegor womöglich einen Mercedes-Benz im Wert von 75.000 Euro geschenkt.

Der „Guardian“ hatte nämlich Ende der letzten Woche berichtet, dass der englische Buchmacher Fred Done das noble Gefährt für den israelischen Matchwinner als Belohnung in Aussicht gestellt hatte. Mal sehen, ob Mr. Done sein Wort gegenüber Golan nun hält. Und, was wäre es zudem für eine Überraschung, wenn Golan auf der nagelneuen Nobelkarosse ein Aufkleber mit der Aufschrift „Well done“ anlächeln würde...

Störungsmelder

Thomas Hitzlsperger, der Ur-Bayer im Dress des amtierenden deutschen Meisters VfB Stuttgart,ist vor allem für seinen harten Bums, der ihm in seiner Zeit auf der Insel bei Aston Villa den Namen „The Hammer“ einbrachte, sowie für seine Kampfkraft, Zweikampfstärke und Vielseitigkeit bekannt.

Für die Säule im Spiel seines VfB, der sich überdies auch in der deutschen Nationalmannschaft zum Leistungsträger gemausert hat, ist Fußball dem Anschein nach aber nicht alles im Leben. Auch Angelegenheiten neben dem Rasenrechteck lassen den Leser der ZEIT nicht kalt und vor allem bei Fehlentwicklungen haut „The Hammer“ dazwischen. Er grätscht allerdings natürlich nicht wild durch die Gegend, sondern haut anstelle von verbalen Schnellschüssen seinen Gegnern wohl reflektierte Worte um die Ohren.

So wie im ZEIT-Blog Störungsmelder, in dem er mit seinen Einträgen dazu beitragen möchte, dass Nazis vor allem im Profifußball, aber auch in allen anderen Bereichen unserer Gesellschaft, kein Bein auf den Boden bekommen. THOR WATERSCHEI findet, dass Thomas Hitzlsperger, wie im gestrigen deutschen EM-Qualifikationsspiel gegen Zypern, einen wahren Treffer gelandet hat und ernennt ihn daher zum neuen T(h)or der Woche...

My Arsenal # 9: Exquisit

Arsenals gibt es in der weiten Welt des Fussballs viele. Unter anderem Arsenal Kiew, Arsenal Tula, Arsenal Berekum aus Ghana oder Arsenal de Sarandì aus Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires entstanden in Gefolgschaft des ehrwürdigen Arsenal Football Clubs aus London, der allerdings und das weiß nicht nur Nick Hornby das einzig wahre Arsenal ist…

Für Arsenal London läuft es in der laufenden Saison weiter bestens. Sowohl in der Premier League als auch in Europas Königsklasse schießen die Kanoniere aus Islington Woche für Woche treffsicher ihre Salven ab und sind zugleich englischer Spitzenreiter sowie ins Achtelfinale der Champions League vorgestoßen.

Und all das, ohne den guten und mittlerweile 38-Jährigen Jens Lehmann zwischen den Arsenal-Pfosten stehen zu haben. Der erhält jedoch künftig möglicherweise prominente Gesellschaft im Training, da kein Geringerer als David Beckham aller Voraussicht sich während der Winterpause der amerikanischen Profiliga bei Arsenal fit halten wird.

Becks, der am kommenden Mittwoch in Englands finalem EM-Qualifikationsspiel gegen Kroatien in Wembley vor seinem 100. Länderspieleinsatz steht, wird nämlich bis April in L. A. nicht mehr gefordert. Für ein Trainingsengagement Beckhams spricht vor allem seine angeblich enge Freundschaft mit Arsene Wenger. Ob Beckham Arsenals rot-weißen Dress im Zuge eines Leihgeschäfts auch in dieser Zeit tragen soll, wird zwar durch L.A. Galaxy ausgeschlossen, in englischen Fanforen natürlich bereits heiß diskutiert.

Vielleicht hat Jens Lehmann ja auch was davon. Die Financial Times Deutschland prophezeite ihm bereits, dass er sich wohl über ein exquisites Freistoßtraining freuen dürfe...

Samstag, 17. November 2007

Ad acta

Schottland kann nach einer turbulenten Qualifikationsrunde für die EM-Endrunde in Österreich und der Schweiz seine EM-Pläne nach seiner heutigen 1:2-Niederlage im Glasgower Hampden Park trotz großem Kampfgeist ad acta legen. Christian Panucci hieß jener Rechtsverteidiger der Squadra Azzurri, der den kampftstarken Schotten mit seinem siegbringenden Kopfballtreffer in der Schlußminute einen Strich durch die Rechnung machte.

THOR WATERSCHEI leidet mit den tapferen Schotten mit und zeigt zum Trost Flagge, die schottische natürlich.

Donnerstag, 15. November 2007

In Memoriam


„Der Ball muss laufen und nicht die Spieler“, frei nach dem großen Ernst Happel, der heute vor 15 Jahren starb.

My Ebbsfleet United

Der englische Fünftligist Ebbsfleet United sorgte für ein Novum in der Fußball-Geschichte. Der Klub gehört nach der Übernahme der Internet-Community MyFootballClub sozusagen seinen eigenen Fans.

Dass Manchester, Newcastle oder auch West Ham sogenannte Uniteds sind, die auf der englischen Fußball-Landkarte gewichtige Punkte einnehmen, ist wohl hinlänglich bekannt.

Wer ist Ebbsfleet United?

Völlig unbekannt war bis zum gestrigen Tag auch Ebbsfleet United, ein Klub aus der fünften englischen Liga, der Football Conference, in der sich unterhalb der vier englischen Profiligen Vereine wie Alderhot Town, die Kidderminster Harriers oder die Torquay United, dem Verein aus der Geburtsstadt einer gewissen Agatha Christie, im Laufe der 46 Spieltage andauernden Saison begrüßen.

Ebbsfleet? Bekannter ist da vielleicht der Bahnhof Ebbsfleet International, der nahe der Themse zwischen den Ortschaften Gravesend und Dartford in der beschaulichen südenglischen Grafschaft Kent liegt und nach dem der Fußballverein benannt wurde. Der Bahnhof Ebbsfleet International ist einer drei Bahnhöfe an der ersten britischen Hochgeschwindigkeitsbahnlinie, High Speed 1, wo der Eurostar an Kilometer 36 ab Mitte November vom Londoner Großbahnhof St. Pancras kommend Halt macht und durch den Kanaltunnel in Richtung Paris und Brüssel weiterfährt.

Bis Mai diesen Jahres hieß der Ebbsfleet United Football Club nämlich noch Gravesend & Northfleet F.C., der seinerzeit selbst nach dem 2. Weltkrieg aus dem Gravesend United Football Club und dem Northfleet Football Club hervorgegangen war. Da die Züge des Hauptsponsors nunmehr durch die Ebbsfleet International railway station rauschen, fasste man vor den Toren Londons den Plan, den weithin unbekannten Klub in Anlehnung an den wohl fortan immer bekannter werdenden Bahnhof umzubenennen.

Die Ebbsfleet-Revolution

Gleichwohl wäre eine solche Änderung des Namens mittlerweile wohl ungleich schwieriger, da Ebbsfleet United nun seit Dienstag von einer im Internet organisierten Gruppe von Fußballfans übernommen wurde. MyFootballClub heißt jene Community im Netz, die für diese kleine Revolution in der weiten Welt des Fußballs verantwortlich ist.

Demnach wird die Übernahme zwar erst in wenigen Wochen vollends abgeschlossen sein. Doch werden die Mitglieder von MyFootballClub nunmehr mit 51 Prozent an Ebbsfleet United als Mehrheitseigner beteiligt sein. Die Zeiten, in denen autokratische Präsidenten nach Halbzeiten zum Abgewöhnen in die Kabine von Ebbsfleet United pilgern und dem Coach, dem irischen Altinternationalen Liam Daish, wömoglich die Aufstellung diktieren, werden somit bei Ebbsfleet erst gar nicht anbrechen.

Ganz im Gegenteil, bei der real gewordenen Verheißung im Zeitalter des Web 2.0 können die Mitglieder von MyFootballClub künftig dagegen in fast allen Bereichen quasi per Mausklick mitbestimmen – angeblich von der Mannschaftsaufstellung bis hin zu geplanten Transfers.

Roland Edwards von Ebbsfleet United sagte hierzu: „Es wird viel Dialog geben und der Trainer wird darauf eingehen.“ Auf das Geschehen auf dem grünen Rasen hätten die neuen Eigner jedoch keinen unmittelbaren Einfluss, erklärte Edwards. Jedoch könnten die neuen Besitzer während der Woche ihre Ansichten per E-Mail mitteilen und anregen, wer am Wochenende spielen solle. Wenn man so will, hat sich insofern im Vereinten Königreich eine Kommune gebildet, in der direkte Demokratie herrscht.

Kritik per E-Mail

Im schlimmsten Fall könnten Ebbsfleet somit rund 20.000 Mails pro Woche erreichen, da MyFootballClub derweil rund 20.000 Mitglieder hat. Mal sehen, ob der zunächst so begeisterte Vorstand um Roland Edwards nach ein paar Spielen noch so begeistert ist. Denn für einen Jahresbeitrag von 35 Pfund (rund 50 Euro) zahlen, will man möglicherweise, mit einem zwinkernden Auge gesagt, sicherlich so schnell wie möglich die anderen Uniteds auf der englischen Fußball-Landkarte ärgern.

Mit 700.000 Pfund (993.000 Euro) in der Kasse dürfte zur kurzfristigen Verwirklichung solch hehrer Ziele allerdings etwas zu wenig „Cash“ in der Kasse der Community sein. Denn für einen Owen, Rooney oder Beckham dürfte das wohl wahrlich nicht reichen. Aber vielleicht macht ja mal ein potenzieller und kostengünstiger Kandidat auf der Durchreise mit dem Eurostar rund 36 Kilometer vor London St. Pancras in Ebbsfleet Station, wo ein zumindest ein schöner und moderner Bahnhof auf ihn wartet.

Der erscheint aber womöglich schon verheißungsvoller als das kleine Stadion an der Stonebridge Road in Northfleet, wo der letztjährige Siebte der fünften englischen Liga seine Heimspiele austrägt und das mit einer Kapazität von rund 5.000 Plätzen aufwartet. Wird Ebbsfleets Kampfbahn doch im Volksmund leicht verächtlich „The Cemetary“ (Der Friedhof) genannt, was zugegebenermaßen nicht besonders einladend klingt, oder?

Der Artikel ist ebenfalls auf Goal.com zu finden.

Dienstag, 13. November 2007

Gestatten, ich bin der neue Praktikant!

Ein Leben lang Borussia. Markige Kommentare über Herren in Nadelstreifen, Sternstunden gegen Juve und in der Champions League, Meistertitel, Fast-Abstiege, Nationalspieler im Ribbeck- und Völler-Zeitalter, Achterbahnfahrten, Verletzungen und alles bei seiner Dortmunder Borussia. Mit Lars Ricken kehrt der letzte Local Player der Rubrik Charly Körbel der Bundesliga nach einem nicht ganz so dollen Abschied den Rücken...wahrscheinlich jedenfalls.

Tagsüber Praktikum beim BVB in der Marketing-Abteilung, dann am Wochenende gehts gegen Kickers Emden, Gladbach Zwo undsoweiter. Ein Leben lang Borussia. Darauf ein Tusch von Metallica oder würd Ihnen das nicht gefallen, werter Herr Ricken?

Für 7 Euro

Anhänger des FC Bayern zu sein, müsste eigentlich verheißen, zufrieden zu sein. Deutscher Rekordmeister mit international noch immer beachtlichem Renommé, aktueller Tabellenführer in der Bundesliga, der wahrscheinlich trotz aller Unentschieden und kurzfristigen Rummenigge-Tiraden Deutscher Meister und zumindest mit einem zwinkernden Auge gesagt auch UEFA-Pokalsieger wird.

Doch was dem bajuwarischen Daumendrücker mißfällt, ist die schmucke Allianz Arena, zu der der Eintritt zu teuer sei und die Stimmung so schlecht wie nach einer zünftig vergeigten Partie Schafkopf gegen den ungeliebten Nachbarn. Wie gut, dass der FCB dieser Tage seine Jahreshauptversammlung abhielt, wo Mecker-Kalle dem Wechsel-Ottmar symbolisch die Hand reichen konnte und der smarte Kaiser einen Rekordgewinn des bajuwarischen Vorzeige-Fußball-Unternehmens verkünden konnte.

Zugleich konnte dort der Hoeneß Uli, nachdem über den Wiederaufnahmeauftrag des berüchtigten Lothar M. aus Herzogenauerach nicht abgestimmt wurde, auf dieser Veranstaltung noch einmal das mit der schlechten Stimmung und den teuren Tickets gerade rücken. Das tat der Weltmeister von 1974 mit bebender Stimmer und hochrotem Kopf in Richtung der aufmüpfigen Fans:

„Das ist doch populistische Scheiße. [...] Für die Scheißstimmung seid ihr doch zuständig und nicht wir. Was glaubt ihr eigentlich, was wir das ganze Jahr machen, um euch für sieben Euro ins Stadion zu lassen. Euch finanzieren doch die Leute in der Loge.“

Quo vadis Calcio?

Oh Italia, du Stiefel des Fußballs und Heimatland des Catenaccio - was ist bloß aus dir geworden? Hast du aus dem Wettskandal deines Weltmeisterjahres noch immer nicht gelernt? Gewalt, Schande - Schuld ohne Sühne. Brennende Polizeifahrzeuge, fliegende Steine, Tränengas - prügelnde Fans, randalierende Fans.

Ein tragischer Tod, noch mehr Gewalt allerorten. Hooligans bestimmen deine Richtung , oh Calcio, nicht die ehrwürdigen Paolo Maldinis. Italia, Heimatland des Catenaccio, dein Stiefel ist wieder beschmutzt.Den Fans wird folgerichtig verboten, zu Auswärtsspielen ihrer Klubs zu reisen. Oh Calcio, oh Italia - wie soll es nur mit dir weitergehen?

Sonntag, 11. November 2007

Gullit-Galaxy?

Ruud Gullit coacht ab sofort den Beckham-Klub Los Angeles Galaxy, der doch trotz Beckhamscher Flanken zuletzt noch nicht einmal die Playoffs in der amerikanischen Operettenliga, pardon, Profiliga erreichte.
Bei Amtsantritt versprach der Gullit Becks übrigens weiter in der englischen Nationalmannschaft kicken zu dürfen, wenn er wolle. Die Gullit-Galaxy fängt also zumindest für einen gut an...

Skol-Man

Na, was hat sich der walisische Fußball-Coach Chris Coleman denn da geleistet? Der Trainer des spanischen Traditionsvereins Real Sociedad San Sebastian, mittlerweile auf dem 12. Rang der zweiten spanischen Liga grasend, habe nach spanischen Medienberichten in der Nacht von Donnerstag auf Freitag bis in die frühen Morgenstunden in einer Nobel-Discothek in San Sebastian gefeiert und danach das morgendliche Training verpasst.

Erst gut eineinhalb Stunden nach Trainingsbeginn fuhren Mitarbeiter des Vereins zum Haus des Trainers und klopften Coleman aus dem Bett, der erst dadurch gemächlich aus seinem Bett schlich. Sein Klub hat mittlerweile ein Disziplinarverfahren gegen den trinkfesten Waliser, der seit seiner aktiven Laufbahn den Spitznamen Cookie trägt, eingeleitet.

Seine Übermüdung begründete der einstige Eisenfuß im Übrigen damit, dass sein Haus überschwemmt worden sei... Chris Skol-Man ist damit unumstritten der neue T(h)or der Woche.

Unfassbar schlecht

Wie es einem hochverehrten Ehrenspielführer wie Lothar Matthäus gebührt, hat THOR WATERSCHEI „LM“ in seinem Klubhaus eine gemütliche Loge eingerichtet und lässt den einstigen Weltmeister und Weltfußballer dort seine Bonmots zum Besten geben...

Der deutsche Fußball gab in der abgelaufenen Europapokalwoche kein gutes Bild ab. Frei nach Lothar Matthäus, der sich gegen über der Tageszeit Die Welt über den Zustand des deutschen Fußballs äußerte, geben die deutschen Klubs derweil nicht nur ein unfassbar schlechtes Bild auf dem Platz ab, sondern auch außerhalb, wenn es im Anschluss um die Ursachenforschung gehe.

Das seien laut "LM" doch alles Floskeln, die da zu hören seien. Keiner rede Tacheles. Schon das sei ein Unterschied zum FC Bayern. Der würde sich zum einen nicht so erbärmlich präsentieren und die Dinge beim Namen nennen. Mit Blick auf Stuttgart, Bremen oder Schalke vernehme Matthäus immer nur Aussagen von Personen, die versuchen, Niederlagen und nicht vorhandene Erfolge auch noch schön zu reden. Im Gegensatz zu fehlendem Geld, das dem deutschen Fußball laut Bayern-Boss Kalle Rummenige fehle, um konkurrenzfähig zu bleiben, ist Matthäus dieses Argument zu einfach.

„Ich kann es nicht mehr hören, dass wir finanziell im Nachteil sind. Das stimmt vielleicht im Vergleich zu Top-Klubs aus England und ein, zwei Teams aus Spanien oder Italien. Ansonsten hinkt der Vergleich. Was uns fehlt, ist Fußball mit Herz, Leidenschaft und Einsatzbereitschaft. Das zeigen nämlich Mannschaften aus Frankreich oder Griechenland, wo auch nicht viel mehr Geld im Umlauf ist als bei uns.“ Basta!

Mittwoch, 7. November 2007

Bruder aus Venlo?

Dass der deutsche Altmeister Borussia Mönchengladbach eine gewisse Beziehung in sein holländische Nachbarstädtchen nach Venlo besitzt, konnte man (gefühlt) in den letzten beiden Jahrzehnten irgendwie vermuten. Denn sowohl auf den Banden am alten Bökelberg zu Zeiten der Bruns, Hochstätter, Criens und Effenbergs als auch im nagelneuen Borussia-Park in der Mönchengladbacher Steppe taucht die Werbung der Supermarkt "Die 2 Brüder von Venlo" auf.

Die Werbebande könnten in der neuen Gladbacher Kampfbahn jedoch bald Gesellschaft aus der Heimatstadt von der Maas erhalten, will der holländische Erstdivisionär VV Venlo doch aufgrund der mangelnden Kapazität seines kleinen Stadions (8.000 Plätze) künftig seine Heimspiele in der Ehrendivision gegen den PSV Eindhoven und Ajax Amsterdam im Borussia-Park austragen. Wenn das kein Heimspiel wird...

You'll never win alone


Der große FC Liverpool hat sich bis zum gestrigen Abend in der laufenden Saison in Europas Königsklasse wahrlich nicht mit Ruhmbekleckert. Da reiste Besiktas Istanbul an die ehrwürdige Anfield Road, um von den Reds um ihre Steven Gerrard gleich mit 8:0 zerlegt zu werden.

Der englische Rekordmeister gewann natürlich nicht allein. Seine fabulösen Anhänger hatten maßgeblichen Anteil am wichtigen ersten Sieg in der Gruppenphase.

Montag, 5. November 2007

69er

César Luis Menotti, argentinischer Fußballphilosoph und Weltmeistertrainer von 1978, feiert heute seinen 69. Geburtstag.

„El Flaco“ zu Ehren hat THOR WATERSCHEI eines von Menottis berühmtesten Zitaten ausgegraben:„Beim rechten Fußball wird viel von Opfern und Arbeit geredet. Er wirft den Blick nur auf das Resultat, er degradiert die Spieler zu Söldnern des Punktegewinns. Der linke Fußball feiert die Intelligenz, er fördert Phantasie, er möchte ein Fest feiern.“

Menotti sinniert übrigens im Herbst seiner Trainerkarriere nicht nur über das runde Leder, sondern coacht derweil in Mexiko die UAG Tecos, um wahrscheinlich den linken Fußball zu predigen...

Zu einem wahren Linksaußen...

Sonntag, 4. November 2007

„Modern ist, wenn man gewinnt.“

Otto Rehhagel bereicherte die Fußball-Welt schon mit so mancher Fußball-Weisheit. Im Interview mit der WELT am Sonntag ließ das „Kind des Ruhrgebiets“, dessen Spielstil mitunter als antiquiert angesehen wird, nun philosophisch durchblicken, was er für modernen Fußball hält. Rehhagel antwortete auf die Frage, warum er lange an älteren Spielern festhalte und keinen modernen Fußball spielen lasse:

„Modern ist, wenn man gewinnt. Es kann geschrieben werden, was will: Ich habe das letzte Wort. Schauen Sie doch mal auf die deutsche Nationalmannschaft, wer da noch alles aus dem EM-Aufgebot von 2004 dabei ist. Nicht wenige. Du kannst doch heutzutage nicht auf Erfahrung verzichten, nur weil es gerade modern ist, auf junge Talente zu setzen. Natürlich halte ich an guten und erfahrenen Spielern fest. Aber gleichzeitig haben auch immer junge Talente bei mir eine Chance bekommen. Ob in Griechenland oder zuvor in der Bundesliga, wo ich Spieler wie Völler, Riedle, Ballack oder Klose in jungen Jahren eingebaut habe.“

THOR WATERSCHEI findet Otto gut. Denn solange er mit seinen Griechen gewinnt, bleibt er modern...

Gekommen, um zu bleiben

Ach, Ailton...mit welchen Bonmots hast du uns nicht schon unterhalten. Reitest gern in der Heimat am Zuckerhut, hast dich mal mit Krönchen auf dem Haupt ohne Gewänder und mit Meisterschale in den Händen grinsend auf deinem Sofa ablichten lassen. Schreitest in deinen Interviews regelmäßig in neue Dimensionen in der deutschen Sprache vor und hast uns obendrein neben deiner grenzenlosen Wanderschaft durch Europa und die Bundesliga mit deinen 106 Bundesligatoren beglückt.

Ein reiner Beglücker, wenn man deinen alten Freund Dittsche (hast ihn mal in deiner Zeit beim HSV kennengelernt) zitieren darf. Mittlerweile bist du, lieber Ailton, im Stall der Duisburger Zebras gelandet, hast dort aber noch nicht dein Glück gefunden.

Beinahe hättest du den muckeligen Stall nun verlassen müssen, nachdem du dich vom bösen Traineronkel Rudi nicht so richtig zügeln lassen wolltest. Deshalb Ailton schieß doch einfach weiter Tore und beende deine Interviews mit dem für uns so verführerischen "Das ist Ailton". Du bist doch schließlich in den Zebrastall gekommen, um zu bleiben, oder...du neuer T(h)or der Woche?