Dienstag, 11. Dezember 2007

Abgetempelt?

In der türkischen Stadt Smirne nahm es nun der türkische Advokat Baris Kaska mit dem Dress von Italiens Meister Inter Mailand doch sehr genau. Beim Anblick des weißen mit einem roten Kreuz versehenen (Auswärts-)Trikot der Italiener, das Inter bei seinem 3:0-Triumph Ende November in der Champions League beim türkischen Meister Fenerbahce Istanbul getragen hatte, fühlte sich der Anwalt ziemlich auf den Schlips getreten und reichte bei dem zuständigen Gericht in Smirne einen Antrag gegen Inter ein, da Inters Dress Kaska an das rote Kreuz auf den Rüstungen der alten Tempelritter bei ihren Kreuzzügen in der Türkei erinnere .

„Dieses Kreuz erinnert mich an blutige Tage unserer Vergangenheit. Während ich das Match verfolgte, spürte ich einen tiefen Schmerz in der Seele. Inter wollte mit diesem Trikot auf explizite Weise die Überlegenheit einer Religion manifestieren“, sagte Kaska nach Angaben der römischen Tageszeitung La Repubblica am Dienstag. Den Antrag von Kaska reichte das Gericht in Smirne übrigens zuständigkeitshalber an die FIFA und UEFA weiter.

Kaska fordert in seinem Antrag nicht nur einen Punkteabzug, sondern auch eine Strafe für Inter. Das rote Kreuz auf weißen Hintergrund ist im Übrigen das Symbol der Stadt Mailand und vieler anderer Gemeinden in Italien. Ob sich solch Kaskaeske Verschwörung mit einem horizonterweiternden Urlaub im Stiefelland wohl vermeinden ließen?

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