Sonntag, 16. Dezember 2007

Über Schuld und Sühne

Kokettierte THOR WATERSCHEI noch vor einer guten Woche mit einer Rückkehr von Oliver Kahn ins deutsche Nationalteam, straften die Ereignisse der abgelaufenen Woche die Anwandlungen des gemeinen Betrachters des bayerischen Fußball-Mikrokosmos Lügen.

Belehrte Kahn nach zuletzt etwas dürftigen Leistungen seiner hochgelobten Vorderleute vor allem seine renommierten Kollegen Luca Toni und Franck Ribery, dass spielen alleine nicht reiche und man auch kämpfen müsse. Ferner befände man sich in der bajuwarischen, Fußballhochburg freilich in Dimensionen von ManU, Milan, Barca und Real und nicht mehr etwa in Florenz oder Marseille.

Weiter soll Kahn die Weihnachtsfeier, heuer wurden dort keine kaiserlichen Nachkömmlinge gezeugt, unter dem Vorwand, sich um seine Kindern kümmern zu müssen, verlassen haben und wurde allerdings ärgerlicherweise mit seiner feschen Verena bei der abendlichen Vesper erwischt...die Quittung? Ottmar Hitzfeld suspendierte Kahn für das gestrige Münchner Gastspiel bei der Alten Dame in Berlin und brummte Kahn obendrein ne Geldbuße von satten 25.000 Euro auf. Als wenn Ottmars Bannstrahl nicht schon Strafe genug gewesen wäre, ließ ein gewisser Günter Netzer zusätzlich verlauten, dass er seinen Sühnevorstellungen entsprechend Kahn sogar die Kapitänsbinde abgenommen hätte.

Die darf Kahn indes am kommenden Mittwoch im UEFA-Cup wieder tragen, wenn er erneut das Münchner Tor gegen Aris Saloniki hütet. Dann als ganz normaler Torwart. Denn ein Titan sei er ,wie die taz unlängst scharfzüngig bemerkte, schon lange nicht mehr. Aber immerhin, wie THOR WATERSCHEI hinzufügen möchte, ist Kahn dann zumindest amtierender T(h)or der Woche...