Sonntag, 4. November 2007

„Modern ist, wenn man gewinnt.“

Otto Rehhagel bereicherte die Fußball-Welt schon mit so mancher Fußball-Weisheit. Im Interview mit der WELT am Sonntag ließ das „Kind des Ruhrgebiets“, dessen Spielstil mitunter als antiquiert angesehen wird, nun philosophisch durchblicken, was er für modernen Fußball hält. Rehhagel antwortete auf die Frage, warum er lange an älteren Spielern festhalte und keinen modernen Fußball spielen lasse:

„Modern ist, wenn man gewinnt. Es kann geschrieben werden, was will: Ich habe das letzte Wort. Schauen Sie doch mal auf die deutsche Nationalmannschaft, wer da noch alles aus dem EM-Aufgebot von 2004 dabei ist. Nicht wenige. Du kannst doch heutzutage nicht auf Erfahrung verzichten, nur weil es gerade modern ist, auf junge Talente zu setzen. Natürlich halte ich an guten und erfahrenen Spielern fest. Aber gleichzeitig haben auch immer junge Talente bei mir eine Chance bekommen. Ob in Griechenland oder zuvor in der Bundesliga, wo ich Spieler wie Völler, Riedle, Ballack oder Klose in jungen Jahren eingebaut habe.“

THOR WATERSCHEI findet Otto gut. Denn solange er mit seinen Griechen gewinnt, bleibt er modern...