
Es rappelt derweil im Karton zwischen der deutschen Fußball-Legende Rudi Völler, seines Zeichens Bundestrainer a. D., und Golden Goal-Ikone und Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff. Die sogenannte Büchse der Pandora ist die von Deutschlands aktuellem Bundestrainer Jogi Löw und Bierhoff goutierte Spielphilosphie, die Völler in seiner Funktion als Sportdirektor von Bayer Leverkusen auf die Palme trieb. Zudem wohl ein von Bierhoff angesichts des schwachen Abschneidens der deutschen Vereine im Europacup vorgeschlagener runder Tisch mit den Klubtrainern.
Im Kicker entledigte Völler sich seines Verdrusses über dieses Thema und riet Bierhoff einerseits zu mehr Demut. Andererseits legte Völler ihm nahe: „Oliver Bierhoff sollte sich in den nächsten Tagen bei Dr. Müller-Wohlfahrt untersuchen lassen. Das permanente Sich-selbst-auf-die-Schulter-klopfen muss doch schmerzhafte Schädigungen nach sich ziehen.“
Zudem hatte Völler noch einen verbalen Tiefschlag für Bierhoff parat: „Mit Spielern, die Clubs wie Köln, Bayern München, Stuttgart, Bremen oder Bayer Leverkusen ausgebildet haben, kannst du diese Philosophie umsetzen. Die Philosophie für den Spieler Oliver Bierhoff, die musste noch erfunden werden. Aber wenn du zum Beispiel einen Spielertypen wie Oliver Bierhoff im Team hast, kannst du eben auch nicht brasilianisch spielen ... Brasilianische Spielweise einfordern mit Füßen aus Malta, das geht eben nicht.“
Völler nächste Wutrede nach jenem 0:0 im September 2003 in Reykjavik beurteilte der smarte Bierhoff als Kritik nach „Stammtisch-Art“ und bezeichnete die Wortwahl als „absolute Frechheit“. THOR WATERSCHEI erinnert sich übrigens noch gut daran, wie vor über fünf Jahren Teamchef „Tante Käthe“ Bierhoff als Kapitän der Nationalelf absetzte...brasilianischer hat Carsten Jancker damals bei der WM in Japan und Südkorea allerdings auch nicht im deutschen Sturm gespielt...






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