Dienstag, 13. November 2007

Für 7 Euro

Anhänger des FC Bayern zu sein, müsste eigentlich verheißen, zufrieden zu sein. Deutscher Rekordmeister mit international noch immer beachtlichem Renommé, aktueller Tabellenführer in der Bundesliga, der wahrscheinlich trotz aller Unentschieden und kurzfristigen Rummenigge-Tiraden Deutscher Meister und zumindest mit einem zwinkernden Auge gesagt auch UEFA-Pokalsieger wird.

Doch was dem bajuwarischen Daumendrücker mißfällt, ist die schmucke Allianz Arena, zu der der Eintritt zu teuer sei und die Stimmung so schlecht wie nach einer zünftig vergeigten Partie Schafkopf gegen den ungeliebten Nachbarn. Wie gut, dass der FCB dieser Tage seine Jahreshauptversammlung abhielt, wo Mecker-Kalle dem Wechsel-Ottmar symbolisch die Hand reichen konnte und der smarte Kaiser einen Rekordgewinn des bajuwarischen Vorzeige-Fußball-Unternehmens verkünden konnte.

Zugleich konnte dort der Hoeneß Uli, nachdem über den Wiederaufnahmeauftrag des berüchtigten Lothar M. aus Herzogenauerach nicht abgestimmt wurde, auf dieser Veranstaltung noch einmal das mit der schlechten Stimmung und den teuren Tickets gerade rücken. Das tat der Weltmeister von 1974 mit bebender Stimmer und hochrotem Kopf in Richtung der aufmüpfigen Fans:

„Das ist doch populistische Scheiße. [...] Für die Scheißstimmung seid ihr doch zuständig und nicht wir. Was glaubt ihr eigentlich, was wir das ganze Jahr machen, um euch für sieben Euro ins Stadion zu lassen. Euch finanzieren doch die Leute in der Loge.“

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