Dienstag, 9. Oktober 2007

My Arsenal # 7: Fan mit reinem Herzen

Arsenals gibt es in der weiten Welt des Fussballs viele. Unter anderem Arsenal Kiew, Arsenal Tula, Arsenal Berekum aus Ghana oder Arsenal de Sarandì aus Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires entstanden in Gefolgschaft des ehrwürdigen Arsenal Football Clubs aus London, der allerdings und das weiß nicht nur Nick Hornby das einzig wahre Arsenal ist…

Bei Arsenal läuft es in der laufenden Saison weiter überaus rund. Vor Manchester United behaupten die Kanoniere souverän Rang eins in der Premier League und auch in der Champions League befinden sich die kombinationsfreudigen Kicker aus Islington nach zwei Siegen vollends in der Spur. Solche Phasen sind natürlich günstig, neue Fans zu generieren.

Als solcher geoutet hat jüngst der bei Arsenal nicht mehr ganz unbekannte russische Unternehmer Alischer Usmanow. Der einstige Schrotthändler hatte in den vergangenen Monaten 23 Prozent der Arsenal-Aktien, für die er 120 Millionen Pfund (175 Millionen Euro) zahlte, erworben und ist dadurch inzwischen zum zweitgrößten Aktionär der „Gunners“ avanciert. „Ich komme als Fan und mit reinem Herzen“, hatte Usmanow zwar seinen Kritikern entgegnet.

Doch rund um das schmucke Ashburton Grove macht sich allerdings allmählich die Angst vor einem endgültigem Prankehieb des wohlbeleibten gebürtigen Usbeken, seit dem dieser vor Kurzem nicht ausschloss, den Traditionsklub künftig voll und ganz besitzen zu wollen.„Wir brauchen sein Geld nicht, und wir wollen Usmanow nicht“, polterte erst letztens Arsenal-Präsident Peter Hill-Wood, der ebenso wie seine Vorstandskollegen bei Arsenal abramowitscheske Verhältnisse wie beim Nachbarn Chelsea verhindern will. Quo vadis, gutes altes Arsenal?