Montag, 17. September 2007

Russisches Roulette?

Wie die ehrwürdige Süddeutsche Zeitung berichtet, sind immer mehr Vereine aus dem Osten Deutschlands auf der Suche nach zahlungskräftigen Investoren. Die zumeist vor Tradition nur so strotzenden und finanziell überaus dürren Ost-Vereine wollen sich dadurch offenbar den nötigen monetären Speckgürtel zulegen, um künftig im Profifußball endlich die herbeigesehnten blühenden Landschaften geniessen zu können.

Anders als Cottbus und Rostock, die in der Bundesliga als einzige Vertreter aus dem Wilden Osten in jeglicher Hinsicht nur kleine Lichter sind finden Ex-Europapokalsieger Magdeburg, Dresden oder Leipzig nicht mal den Weg in den bezahlten Fußball. Einen neuen Weg eingeschlagen hat übrigens der FC Carl-Zeiss Jena, der nicht nur seinen erfolglosen Coach Frank Neubarth den Laufpass, sondern derzeit mit einer russischen Investorengruppe anbandelt, die Jena finanziell erst einmal richtig aufpäppeln soll.

Der Einstieg bei den Jenensern wird zurzeit von DFB und DFL noch rechtlich geprüft, könnte aber maßgebend für die Zukunft der ostdeutschen Vereine und deren Umlaufbahn in den kommenden Dekaden werden. Dank der guten Zeiss-Gläser sollte Jena jedenfalls genau hinschauen, mit wem man sich nun einlässt. Wer spielt schon gerne russisches Roulette...