Donnerstag, 6. September 2007

Javier auf Achse

Man kann sich gut ub Plattitüden suhlen und behaupten, dass Basken ein ungewöhnliches Völkchen sind. Dass Javier Clemente, Baske vom Scheitel bis zur Sohle, früherer spanischer Nationaltrainer und heute Teamchef des serbischen Auswahl, vor dem EM-Qualifikationsspiel die 2.300 Kilometer lange Strecke aus seiner Heimatstadt Bilbao nach Finnland mit dem eigenen Auto angereist ist, begründet sich indes in keinem folkloristischen baskischen Ritus. Wäre ja ehrlich gesagt richtig behämmert, oder?

Ebenso leidet Senor Clemente nicht an der Bergkampschen Flugangst. Der kleine Mann mit dem Napoleon-Habitus musste die zwei Tage lange Reise aus medizinischen Gründen mit dem Auto auf sich nehmen, nachdem er mit einem Fahrrad auf der Schulter so unglücklich auf einer Treppe gestürzt war, dass er sich das Schlüsselbein und vier Rippen brach sowie eine Rippe seine Lunge durchbohrte. Man fühlt sich schnell an den jungen Marius Müller-Westernhagen erinnert, der Anfang der Achtziger als Brummifahrer Theo aus dem Ruhrgebiet die Straßen Europas unsicher machte.

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