Dienstag, 18. September 2007

Ewige Bindung

HSV-Fan bis ins Grab? Dieser Wunsch könnte demnächst in Erfüllung gehen. Denn der Hamburgers Sportverein legte am Sonntag den Grundstein für einen eigenen Friedhof und ist damit der erste deutsche Klub, der seinen Anhänger die Gelegenheit bietet, tatsächlich bis ins Grab mit seinem angebeteten HSV verbunden zu bleiben. Das Areal, auf dem Platz für 300 bis 500 Gräber sein soll, ist 5.000 Quadratmeter groß und befindet sich neben der Westtribüne der Uwe-Seeler-Kampfbahn in HH-Stellingen, die zurzeit den Namen einer Hamburgischen Bank trägt.

Die Kosten für das in Deutschland beispiellose Projekt bezifferte HSV-Vorstandsmitglied Christian Reichert auf rund 100.000 Euro. Den Eingang zu der Anlage soll ein steinernes Fußballtor bilden. Obwohl der Friedhof erst in einem Jahr eröffnet werden soll, gibt es bereits die ersten Interessenten, die auch über den Tod hinaus mit ihrem Verein verbunden bleiben wollen, wie Reichert sagte. Auch HSV-Prominenz habe bereits Interesse bekundet. „Die Fans, die sich hier bestatten lassen, bleiben dem Verein auf ewig verbunden,“ erläuterte Reichert, vergaß indes zu erwähnen, dass wenn der Friedhof tatsächlich im nächsten Jahr fertiggestellt sein wird, man mit Fug und Recht behaupten kann, dass der HSV sich selbst beerdigt...

Zum Hamburgischen Wechseltheater, das so manchen HSVer tatsächlich beinah bis ins Grab gebracht hätte...

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