Mittwoch, 12. September 2007

Es gibt nur einen Maradona

Diego Armando Maradona, der im Laufe seines weiteren Lebens vom Regisseur aus dem zentralen Mittelfeld zum politischen Linksaußen entwickelt hat, schwebt seit seiner fußballerischen Demission bekanntermaßen wie ein Damoklesschwert über den Spielmachern der ihm nachfolgenden argentinischen Kickergenerationen. Gleichgültig welcher Protagonist der Albiceleste Diegos Dress mit der Nummer zehn trug oder dem annähernd filigran der Ball am Schlappen klebte, wurde mit dem großen Diego in dem südamerikanischen Land verglichen.

Das ging den inzwischen in der Versenkung verschwundenen Ariel Ortega, den man in Argentinien übrigens Eselchen nennt, Sebastian Veron oder auch Juan Riquelme, dem Ecken- und Freistoßspezialisten, so. Kaum einer der Gauchos konnte natürlich Vergleichen standhalten, bis der gute Lionel Messi mit seinen 18 Lenzen beim FC Barcelona auf der Bildfläche auftauchte und auch er mit seinen Qualitäten in den zarten Füßchen an Diego erinnerte.

Maradona selbst erkor das wohl größte argentinische Talent der vergangenen Jahre sogar als seinen Erben. Messi schlägt das Erbe zwar nicht aus, stellte nun aber im australischen Melbourne klar:

„Ich bin noch jung und entwickle mich, aber es gibt nur einen Maradona!“

Es gibt nur einen Maradona, dieser Satz wird dem großen Diego sicherlich gefallen haben. Dennoch wird sich der mittlerweile 47-Jährige um sein Erbe wohl keine Sorgen machen müssen, wenn sich Messi, wie angekündigt, tatsächlich noch weiterentwickelt.