Montag, 13. August 2007

Keine Boston Tea Party

Armer Lars Ricken! Auf der Osnabrücker Nordtribüne fragte man sich am vergangenen Freitagabend noch, was eigentlich aus Lars Ricken geworden ist. Die sich seit langem auf dem traurigen BVB-Abstellglas befindliche Dortmunder Legende hatte noch im Frühjahr in der Regionalliga mit der Zweiten des BVB ein Gastspiel an der Bremer Brücke gegeben und sich sowohl einen Punkt beim VfL Osnabrück als auch einige Sympathien für sein großes Engagement in der „Bauernliga “, wie die dritte deutsche Liga auf den Rängen des VfL auch gerne großspurig genannt wird, erkämpft.

Nun wurde bekannt, dass der gute Lars Ricken, dem BVB-Coach Thomas Doll das Bundesliganiveau nach über 300 Spielen im deutschen Oberhaus absprach, beinahe zu neuen Ufern aufgebrochen und in der amerikanischen Profiliga Major League Soccer gelandet wäre. Am heutigen Montag hätte der 31-jährige Ex-Nationalspieler eigentlich beim in Boston ansässigen Klub New England Revolution vorgestellt werden sollen. Doch ein nicht ausgeheilter Muskelfaserriß verhinderte den Sprung über den großen Teich, da der Klub auf den Fitnesstest, den Ricken infolge dieser Blessur nicht absolvieren konnte, bestanden. Die Boston Tea Party fiel insofern für Ricken ins Wasser. Beim BVB heißt es vermutlich zunächst: abwarten und Tee trinken...

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